Beim traditionellen Veilchendienstagsumzug in Mönchengladbach ist eine 23-jährige Ordnerin unter einen Bus geraten und schwer verletzt worden. Die Frau sei ins Krankenhaus gebracht worden, Lebensgefahr könne nicht ausgeschlossen werden, sagte eine Polizeisprecherin am Nachmittag. Der Gesundheitszustand sei weiter kritisch, hieß es dann am Dienstagabend seitens der Polizei.
Der Linienbus sei Teil des Karnevalsumzugs gewesen, der in Mönchengladbach traditionell einen Tag nach Rosenmontag stattfindet. Zu dem Unfall kam es kurz nach 15.30 Uhr: Beim Einbiegen von der Bismarckstraße in die Regentenstraße kam der 23-jährige „Wagenengel“ – Personen, die die Karnevalswagen als Ordner an der Seite begleiten – unter den Bus.
Der Karnevalszug sei zunächst gestoppt, dann umgeleitet und auf kürzestem Weg beendet worden, teilte die Polizei am Abend mit. Ein Spezialteam der Polizei für Unfallaufnahmen aus Kleve nahm vor Ort die Spurensicherung auf, zur Unfallursache machten die Einsatzkräfte noch keine Angaben.
Nach Unglück bei Veilchendienstagszug in Mönchengladbach: Unfälle auch andernorts
Während die großen Karnevalsumzüge in Köln und Düsseldorf am Rosenmontag stattfinden, feiert Mönchengladbach traditionell einen Tag später. Der Veilchendienstag ist in der Stadt der Höhepunkt der Karnevalstage. Bei dem Umzug säumen nach Veranstalterangaben regelmäßig Hunderttausende Zuschauer die Wegstrecke. Im Zug selbst sind etwa 4.000 Mitwirkende.
Am Sonntag war in Niederkassel südlich von Köln ein 51-Jähriger bei einem Karnevalsumzug von einem Wagen gestürzt und schwer im Gesicht verletzt worden. Er wurde per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. Auch zwei weitere Männer im Alter von 20 und 46 Jahren waren von dem Wagen gefallen. Sie wurden leicht verletzt. Am Umzugswagen soll ein Brett gebrochen sein.
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Im hessischen Mühlheim am Main war nach dem Rosenmontagsumzug ein 51-Jähriger von einem Umzugswagen gestürzt und lebensgefährlich verletzt worden.
Tödliche Unfälle in vergangenen Jahren
Auch in früheren Jahren gab es mehrere schwere Unfälle, die teils sogar tödlich endeten. Ein 38-Jähriger stürzte 2024 bei Hönningen (Rheinland-Pfalz) auf der Fahrt zu einem Umzug so unglücklich in einen Motivwagen, dass er im Krankenhaus seinen Verletzungen erlag.
In St. Goarshausen (Rheinland-Pfalz) geriet im selben Jahr ein 20-Jähriger unter einen Karnevalswagen und wurde tödlich verletzt. In Halle (Sachsen-Anhalt) wurde 2023 eine 21-Jährige von einem Mottowagen erfasst und starb später im Krankenhaus. (dpa/red)



