Zusammenfassung
- Autofahrer müssen sich in den Osterferien auf Staus einstellen – besonders auf der A1, A2 und A3 drohen Verkehrsprobleme.
- Rund 580 Baustellen in NRW und verschärfte Grenzkontrollen könnten für weitere Verzögerungen sorgen.
- Auch bei Flugreisen erwarten die Airports im Land den stärksten Andrang an Ostern seit Jahren.
Der Start in die Osterferien am vergangenen Freitag hatte für viele offenbar im Stau begonnen: Der WDR zählte gegen 16 Uhr knapp 300 Kilometer Stillstand auf den Autobahnen in NRW. Doch auch rund um das jetzt bevorstehende lange Osterwochenende müssten Autofahrer mehr Zeit für ihre Strecke einplanen, schreibt die Autobahn-Gesellschaft des Bundes.
Verkehrsprognose: Gründonnerstag verkehrsreichster Tag
In den Osterferien sei der Gründonnerstag (17. April) der verkehrsreichste Tag, weil Kurzurlauber in das lange Wochenende starteten. Im vergangenen Jahr sei es an diesem Tag aber gar nicht zu besonders langen Staus in NRW gekommen, sagt ADAC-Experte Roman Suthold. Von Karfreitag bis Ostermontag sei es ohnehin vergleichsweise ruhig auf den Straßen. Beim Rückreiseverkehr nach Ostern drohten wieder mehr Staus.
Auch am Karfreitagvormittag (18. April) und am Ostermontagnachmittag (21. April) rechnet der ADAC mit Stau und Rückreiseverkehr zum Ferienende in mehreren Bundesländern. Entspannter soll es am Karsamstag und Ostersonntag werden, hier wird die geringste Verkehrsdichte erwartet.
Langes Osterwochenende: An diesen NRW-Autobahnen gilt Staugefahr
„Die meisten Urlauber fahren an die Nord- und Ostseeküsten, in die Alpen oder nach Südeuropa“, sagt Roman Suthold vom ADAC Nordrhein. Deshalb könnte es für Urlauber aus NRW vor allem auf der A1 und die A2 Richtung Norden sowie auf der A3 und die A40 Richtung Niederlande eng werden. Außerdem seien das Kreuz Kaiserberg in Duisburg und der Kölner Ring klassische Stau-Hotspots an solchen Tagen.
Für Verzögerungen sorgen auch die aktuell 580 Baustellen auf den NRW-Autobahnen. Besonders viel gebaut werde derzeit rund um Dortmund, Duisburg und Köln, teilte die Autobahn GmbH mit. Mit Staus ist laut ADAC vor allem auf folgenden Strecken in beide Richtungen zu rechnen:
- Großräume Berlin, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, München
- A1 Köln – Dortmund – Münster – Osnabrück – Bremen – Hamburg
- A1 / A3 / A4 Kölner Ring
- A2 Braunschweig – Magdeburg
- A3 Köln – Frankfurt – Würzburg – Nürnberg – Linz – Passau
- A4 Görlitz – Dresden – Chemnitz
- A5 Heidelberg – Karlsruhe – Basel
- A6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg
- A7 Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
- A8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
- A9 Berlin – Nürnberg – München
- A10 Berliner Ring
- A12 Dreieck Spreeau – Frankfurt (Oder)
- A24 Hamburg – Schwerin – Berliner Ring
- A61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
- A81 Heilbronn – Stuttgart
- A93 Inntaldreieck – Kufstein
- A95/B2 München – Garmisch-Partenkirchen
- A99 Münchner Umfahrung
Auch auf den Fernstraßen der angrenzenden Alpenländer ist zeitweise mit hohen Verkehrsbelastungen zu rechnen. Besonders betroffen sind die Brenner-, Tauern- und Gotthardroute. Ein besonders kritischer Abschnitt ist die Luegbrücke auf der Brennerautobahn (A13) in Tirol. Auch auf den Bundesstraßen in die Wintersportgebiete ist erhöhtes Verkehrsaufkommen möglich.
Staugefahr an Ostern auch in Richtung Niederlande
Auf den Hauptverkehrsachsen aus Polen, Tschechien und den Niederlanden ist ebenfalls mit Staus zu rechnen. Auf der tschechischen D8 (Dresden - Prag) kommt es wegen Sanierungsarbeiten an zwei Tunneln in Grenznähe zu Verzögerungen.
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Obwohl an den Grenzen stichprobenartig kontrolliert wird, rechnet der ADAC insgesamt nicht mit flächendeckend langen Wartezeiten. An einzelnen Übergängen, etwa in Suben (A3 Linz – Passau), Walserberg (A8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A93 Kufstein – Rosenheim), kann es jedoch zu Verzögerungen kommen. Bei der Ausreise nach Frankreich sind ebenfalls Verzögerungen möglich. Auch die Niederlande kontrollieren verstärkt, bislang jedoch ohne erhebliche Beeinträchtigungen.
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Osterferien in NRW: Großer Andrang an NRW-Flughäfen prognostiziert
Bei Flugreisen erwarten die Airports im Land den stärksten Andrang an Ostern seit Jahren. „Der Osterreiseverkehr ist für uns die erste Messlatte und ein wichtiger Stimmungstest für das Reisejahr“, sagte der Düsseldorfer Flughafenchef Lars Redeligx. Während der Osterferien gebe es rund 7.500 Starts und Landungen in der Landeshauptstadt. Die Zahl der Reisenden werde im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um gut zehn Prozent auf rund eine Million steigen.
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Der zweitgrößte Flughafen in NRW in Köln/Bonn rechnet in der Osterzeit mit einem Passagier-Plus um 14 Prozent auf 485.000 Reisende. „Viele Urlauberinnen und Urlauber – insbesondere Familien – zieht es jetzt vor allem in den Süden“, sagte Flughafenchef Thilo Schmid. Spanien, die Türkei, Italien, Ägypten und Portugal seien die beliebtesten Reiseziele. (mit dpa)





