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„Reinrassije Strooßekööter“ laufen durch Wolfgang Niedeckens neues Album

Der Musiker Wolfgang Niedecken zeigt in Köln  alte Familienfotos. Niedecken veröffentlich sein neues Album „Reinrassije Strooßekööter - Das Familienalbum“.

Foto: Oliver Berg

Der Musiker Wolfgang Niedecken zeigt in Köln alte Familienfotos. Niedecken veröffentlich sein neues Album „Reinrassije Strooßekööter - Das Familienalbum“. Foto: Oliver Berg

Köln.   In New Orleans aufgenommen, aber echt Rheinland. Wolfgang Niedeckens neue CD ist ein Familienalbum geworden, Titel: „Reinrassije Strooßekööter“

„Ich liebe breite Ströme“, sagt Wolfgang Niedecken, der in Köln direkt am Rhein wohnt. Insofern fühlte er sich in New Orleans, wo er sein neues Solowerk „Das Familienalbum – Reinrassije Strooßekööter“ aufnahm, direkt wohl.

„Wir sind jeden Morgen mit der Fähre über den Mississippi ins French Quarter gefahren, das war der Hammer.“ Auch nicht schlecht: Niedecken durfte zum Rentnertarif von einem Dollar übersetzen, der Mann ist schließlich auch schon 66. Dass der seit mehr als 35 Jahren der Kölner Rockband BAP vorstehende Niedecken sein neues Album in New Orleans aufnehmen würde, stand fest seit „Zosamme alt“, dem 2012 in Woodstock eingespielten Vorgänger. „Wir hatten damals unglaublich viel Spaß zusammen, so dass ich der Band versprach, noch ein weiteres monothematisches Album zu machen, und zwar in New Orleans.“

Wolfgang Niedeckens neues Album gilt der Familie: „Reinrassije Strooßekööter“

Stilistisch wie inhaltlich ist „Das Familienalbum“ tatsächlich eine Art Fortsetzung von „Zosamme alt“. Drehte sich auf dem vorherigen Solo-Werk alles um die Liebe zu seinem Schutzengel, seiner zweiten Frau Tina, hat er auf der neuen Platte das Einzugsgebiet noch erweitert. Die Eltern, die Großeltern, die zwei Söhne aus erster, die zwei Töchter aus zweiter Ehe, sie kommen nun ebenfalls vor in diesen Liedern, die über die Jahrzehnte entstanden sind (nur der Titelsong, die Ouvertüre, ist neu) und mit großartiger Besetzung (Steuart Smith, Roscoe Beck, Julian Dawson, J.J. Johnson) neu eingespielt wurden.

Das Album „sollte entspannt und gelassen klingen“. Aufregung, sagt Wolfgang Niedecken, gebe es in der Welt ja aktuell mehr als genug. „Ich war einer der wenigen, die immer schon sehr früh gesagt haben, dass Trump gefährlich ist. Es wäre mir übrigens lieber, ich hätte Unrecht.“ Aber der Kölner, so Niedecken, begegne ja selbst übelsten Situationen noch mit Humor: „Das ist auf jeden Fall besser, als über den Umständen zu verzweifeln.“

Das Familienalbum – Reinrassije Strooßekööter“, ab 27.10.

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