LESE-FESTIVAL

Lit.Ruhr-Macher ziehen Bilanz und suchen neue Spielstätten

Traudl Bünger und Rainer Osnowski.

Foto: Lars Heidrich

Traudl Bünger und Rainer Osnowski. Foto: Lars Heidrich

Essen/Köln.   Die Macher der Lit.Ruhr sprechen nach dem Festival-Finale von einem „beeindruckenden Erfolg“ und suchen bereits jetzt weitere Spielorte für 2018.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die am Sonntag beendete erste Ausgabe der Lit.Ruhr lockte 20.800 Besucher zu Lesungen, das ergab bei rund 80 Veranstaltungen eine Auslastungsquote von 72 Prozent. Die Premiere wird Geschäftsführer Rainer Osnowski als einen „beeindruckenden Erfolg“ in Erinnerung behalten: „Es fühlt sich so an, als ob das Ruhrgebiet auf uns gewartet hätte. Es hat uns geradezu überwältigt, wie begeistert die Menschen waren.“

Für Programmchefin Traudl Bünger hat auch die Essener Welterbe-Zeche Zollverein ihre Bewährungsprobe als Epizentrum des Festivals bestanden: „Die magische Atmosphäre der Hallen hat die Künstler sehr beeindruckt“; allerdings seien die beachtlichen Wege auf dem weitläufigen Festivalgelände noch ungewohnt gewesen. Das Publikum, das sich anders als in Köln oft frühzeitig zu den Lesungen eingestellt und oft noch Karten an der Abendkasse erworben habe („In welcher Lesung gibt’s jetzt noch freie Plätze?“), sei zum Glück recht wetterfest gewesen, weil die Zollverein-Hallen ja keine Foyers haben und man draußen vor der Tür warten muss. Ein anderer Unterschied zur Lit.Cologne: „Das Publikum ist konzentrierter, geradezu andächtig. Und Standing Ovations gibt es anderswo auch nicht so häufig wie im Ruhrgebiet.“

Offen für Projekte

Und was wird 2018 genauso, was ändert sich? „Unsere Art, Literatur zu vermitteln“, stellt Traudl Bünger zufrieden fest, „wird auch im Ruhrgebiet angenommen und geliebt“. Deshalb werde „das Grundkonzept genau so sein wie in diesem Jahr“, sagt Lit.Ruhr-Chef Rainer Osnowski, „und wir werden in den nächsten Tagen festlegen, wo wir nachjustieren müssen, wir werden prüfen, welche Spielstätten sich bewährt haben und welche neuen in Frage kommen. Und auch sehen, in welche Ruhrgebiets-Städte wir beim nächsten Mal gehen. Wir sind aber auch an Impulsen von außen interessiert und sind neugierig, welche Ideen noch von außen an uns herangetragen werden – wir sind kein geschlossenes System, sondern offen für Projekte.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik