Schimanski: Die Geschichte wiederholt sich

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Proteste in Rheinhausen gegen neue Krimi-Folge

Essen. Als Horst Schimanski (Götz George) 1981 den Dienst als "Tatort"-Kommissar antrat, stieß er in Duisburg nicht auf Gegenliebe: Manche sorgten sich, dass der "Schmuddelkommissar" und die Darstellung der Stadt in den Krimis schlecht fürs Image sein könnten. Nun hat sich die Geschichte wiederholt, diesmal in Rheinhausen.

Anlass war eine Pressemeldung, mit der der WDR den Drehbeginn für die neue "Schimanski"-Folge "Schicht im Schacht" ankündigte. Darin wird Rheinhausen, der Schauplatz des Falls, als "ehemalige Bergmanns-Siedlung unweit von Duisburg" und als "vom Niedergang bedrohter Ort" bezeichnet. Kommunalpolitiker gingen auf die Barrikaden, schickten Protestbriefe an den WDR und äußerten die Befürchtung, der Film zeige nicht das moderne Rheinhausen, sondern das alte Bild vom "Tothausen" aus der Zeit des Hüttenkampfes.

Der WDR spricht von einem Missverständnis. In der Meldung habe von einem "ehemals vom Niedergang bedrohten Ort" die Rede sein sollen, das entscheidende Wort sei jedoch vergessen worden. Im Internet wurde es inzwischen ergänzt. Außerdem zeige der Film den Strukturwandel, betonte eine Sprecherin. Es würden auch Szenen in modernen Betrieben spielen.

Und wenn sich Geschichte wiederholt, muss man sich um Rheinhausens Image keine Sorgen machen: Duisburg hat von Schimanski profitiert - allen Befürchtungen zum Trotz.

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