Festival

Die Lit.Ruhr als „eigenständige Persönlichkeit“

Vor der zweiten Ausgabe des Lesefestivals Lit.Ruhr (v.li.): Eva Schuderer (Lit.Ruhr), Tobias Bock (Lit.Ruhr), Angela Furtkamp (Lit.kid.Ruhr), Rainer Osnowski (Festivalleitung), Traudl Bünger (Künstlerische Leitung).

Vor der zweiten Ausgabe des Lesefestivals Lit.Ruhr (v.li.): Eva Schuderer (Lit.Ruhr), Tobias Bock (Lit.Ruhr), Angela Furtkamp (Lit.kid.Ruhr), Rainer Osnowski (Festivalleitung), Traudl Bünger (Künstlerische Leitung).

Foto: STEFAN AREND

Essen.   Viel Lob fürs Festival bei der Programmvorstellung auf Zollverein – auch von Essens OB Kufen

Knapp 80 Veranstaltungen an sechs Tagen zählt die zweite Auflage des Literaturfestivals Lit.Ruhr vom 9. bis zum 14. Oktober. Eine Größe, die Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen bei der Programmvorstellung auf Zeche Zollverein würdigte: „Wir sind nicht die kleine Schwester der Lit.Cologne, sondern eine eigenständige Persönlichkeit.“ Zu verdanken sei dies „den Machern der Lit.Ruhr“.

Die wiederum nutzten die Gelegenheit, nicht nur die Festival-Highlights zu präsentieren (wir berichteten), sondern auch ihre Sponsoren. So holte Angela Furtkamp, Leiterin der Lit.Kid.Ruhr, Sven Scharnhorst von Evonik auf die Bühne: Dank deren erweiterten Engagements sind nun die Lesungen der Reihe „KlasseBuch“ kostenlos. „Die Lust an der Literatur“ zu wecken sei ein „wesentlicher gesellschaftlicher Beitrag“, sagte Scharnhorst. Als „politisches Statement“ und „das Gebot der Stunde“ sah er zudem die Unterstützung für das Gespräch zwischen Ruhr-Stadtschreiberin Gila Lustiger und dem Marxloher Sozialarbeiter Burak Yilmaz, die über Antisemitismus sprechen (11.10., Oberhausen). Um Integration und Chancengleichheit geht es auch der Stiftung Mercator, die die Schreibwerkstatt für Schüler an der Universität Duisburg-Essen unterstützt.

Als den Roman zu Stunde der Energiewende hat die Innogy-Stiftung Frank Schätzings „Schmetterling“ identifiziert – die zur Wende nötige Digitalisierung werfe „Ängste und Fragen“ auf, mit denen sich das Buch beschäftige. Schließlich findet sich die RAG-Stiftung wieder im Motto „Abschied und Aufbruch“, das etwa von Daniel Kehlmann thematisiert wird. Lit.Ruhr-Programmleiterin Traudl Bünger betonte, das Revier sei „ein guter Ort für Ideen“. Und kündigte gleich die Umsetzung einer solchen an: Auf Zollverein soll es nun umfängliche Gastro-Angebote für Verweilfreudige geben.

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