• Gustav Klimts „Bildnis Elisabeth Lederer“ ist im Auktionshaus Sotheby's für 236,4 Millionen US-Dollar versteigert worden
  • Das Gemälde erreichte damit einen neuen Rekordpreis für den Künstler
  • Das seltene Gemälde entstand zwischen 1914 und 1916 und zeigt die junge Elisabeth Lederer im asiatisch inspirierten Gewand

Gustav Klimts „Bildnis Elisabeth Lederer“ hat einen Meilenstein auf dem Kunstmarkt erreicht: Am Dienstag wurde das Gemälde bei Sotheby‘s in New York für die Rekordsumme von 236,4 Millionen US-Dollar verkauft. Der Verkauf macht es zum zweitteuersten jemals versteigerten Kunstwerk und ist gleichzeitig ein neuer Höchstwert für ein Werk des österreichischen Malers. Das bisher teuerste Kunstwerk, das jemals auf einer Auktion verkauft wurde, bleibt „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci, das 2017 bei Christie‘s für 450,3 Millionen US-Dollar veräußert wurde.

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Das zwischen 1914 und 1916 entstandene Werk zeigt Elisabeth Lederer, die 20-jährige Tochter eines bedeutenden Förderers Klimts, in einem kaiserlichen chinesischen Gewand, dekoriert mit asiatischen Motiven und Musterungen. Über fast vier Jahrzehnte hing das Porträt in der Wohnung des Sammlers Leonard A. Lauder an der Fifth Avenue. Lauder, ein bekannter Kosmetikerbe und Philanthrop, der eine der beeindruckendsten Kunstsammlungen der Welt zusammenstellte, war bis zu seinem Tod im Juni 2025 eine prägende Persönlichkeit der amerikanischen Museumslandschaft. Besonders bemerkenswert ist die Seltenheit des Werkes: Von Klimts Ganzkörperporträts befinden sich nur zwei in Privatbesitz, darunter das Porträt von Lederer.

Gustav Klimts „Bildnis Elisabeth Lederer“ aus den Jahren 1914-1916 überstand den Zweiten Weltkrieg nur knapp. Es wurde bei Sotheby’s für 236,4 Millionen Dollar inklusive Gebühren versteigert.
Gustav Klimts „Bildnis Elisabeth Lederer“ aus den Jahren 1914-1916 überstand den Zweiten Weltkrieg nur knapp. Es wurde bei Sotheby’s für 236,4 Millionen Dollar inklusive Gebühren versteigert. © Sotheby's | Sotheby's

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Gustav Klimt: Bedeutendste Kunstauktion der letzten Jahre

Der Verkauf war Teil einer der bedeutendsten Kunstauktionen der letzten Jahre, der Versteigerung von Auszügen aus Lauders privater Sammlung. Insgesamt wurden am Dienstag 24 Werke angeboten, darunter auch zwei imposante Landschaftsgemälde Klimts: „Blühende Wiese“, dessen Schätzung bei 80 Millionen Dollar lag und letztlich für 86 Millionen Dollar verkauft wurde, sowie „Waldhang in Unteach“, das für 68,3 Millionen Dollar einen neuen Besitzer fand.

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Lauder hinterließ eine Sammlung, die zu den bemerkenswertesten weltweit zählt. Seine kubistischen Werke im Wert von einer Milliarde Dollar vermachte er dem Metropolitan Museum of Art, und seine über 100.000 Postkarten gingen an das Museum of Fine Arts in Boston. Zudem trug Lauder wesentlich zur Erweiterung des Bestandes des Whitney Museum of American Art bei und half bei der Beschaffung von etwa 1.000 Werken.

Das versteigerte Werk war auf 150 Millionen Dollar (130 Mio. Euro) taxiert worden. Dieser Schätzwert galt daher als Mindestpreis. Doch offensichtlich fanden sich mehrere Mitbietende, die bereit waren, deutlich mehr zu zahlen. Die Auktion dauert etwa 20 Minuten. Wer das Gemälde erwarb, sagte Sotheby's nicht.

Die teuersten Gemälde der Welt – das ist die aktuelle Liste

  • „Salvator Mundi“ von Leonardo da Vinci (zugeschrieben), Preis: 450,3 Millionen US-Dollar
  • „Bildnis Elisabeth Lederer“ von Gustav Klimt, Preis: 236,4 Millionen US-Dollar
  • „Shot Sage Blue Marilyn“ von Warhol, Preis: 195,04 Millionen US-Dollar
  • „Les Femmes d‘Alger (Version ‚O‘)“ von Picasso, Preis: 179,4 Millionen US-Dollar
  • „Nu couché“ von Modigliani, Preis: 170,4 Millionen US-Dollar
  • „Nu couché (sur le côté gauche)“ von Modigliani, Preis: 157 Millionen US-Dollar
  • „Three Studies of Lucian Freud (Triptychon)“ von Bacon, Preis: 149,2 Millionen US-Dollar
  • „Les Poseuses (kleine Fassung) von Seurat, Preis: 142,4 Millionen US-Dollar
  • „No. 5, 1948“ von Pollock, Preis: 140 Millionen US-Dollar
  • „Femme à la montre“ von Picasso, Preis: 139,4 Millionen US-Dollar