Sein überraschender Tod am 7. Mai traf viele in der deutschen Hip-Hop-Community schwer: Rapper Xatar, der bürgerlich Giwar Hajabi hieß, wurde im Alter von nur 43 Jahren tot in der Wohnung einer Bekannten in Köln aufgefunden, eine genaue Todesursache steht bis heute nicht fest. Nun kündigt der Norddeutsche Rundfunk (NDR) an, dass ab Frühjahr 2026 eine dreiteilige Dokuserie über den Bonner Rapper in der ARD-Mediathek zu sehen sein wird, produziert zusammen mit dem WDR, SWR und HR.
Aktuell im Ressort Kultur & Freizeit
Die Produktion der Serie ist nicht erst nach dem Tod des Rappers in Auftrag gegeben worden, sie hat auch nichts mit dem Erfolg der Haftbefehl-Dokumentation auf Netflix zu tun, sondern war lange zuvor geplant und wurde noch zu Lebzeiten von Xatar begonnen.
Nach Überfall auf Geldtransporter saß Xatar im Gefängnis
Hajabi war ein sehr umstrittener Gangsta-Rapper, dessen Nähe zum Verbrechen nicht nur Pose war: Im Jahr 2009 beteiligte er sich am Überfall auf einen Geldtransporter, bei dem die Bande 59 Goldbarren im Wert von 1,7 Millionen Euro erbeuten konnte. Er wurde deshalb nach einem Geständnis im Jahr 2011 zu einer Haftstrafe von acht Jahren verurteilt. Ende 2014 wurde er vorzeitig entlassen. Aus dem Gefängnis heraus leitete er weiter die Geschäfte seines Labels „Alles Oder Nix Records“, auf dem unter anderem Schwesta Ewa und SSIO erschienen sind.
Xatar feierte auch zusammen mit Haftbefehl Erfolge
Xatar landete mit drei Alben auf der Nummer 1 der deutschen Charts: „Baba aller Babas“ (2015), „Alles oder nix II“ (2018) und „Der Holland Job“ (2016), bei dem er mit Haftbefehl zusammenarbeitete. Xatar inspirierte Fatih Akin auch zu seinem Film „Rheingold“.
Die ARD-Doku-Serie liefert nun neue Hintergründe zum Leben des Rappers, sie begleitet seine Ehefrau Farvah Hajabi durch die Trauerzeit. Sie muss „nicht nur den menschlichen Verlust“ verarbeiten, sondern stehe vor der Herausforderung „Ordnung in das geschäftliche und musikalische Erbe zu bringen und das Lebenswerk ihres Mannes fortzuführen“, wie es in der Mitteilung des NDR heißt.
„Tribute To Xatar“ an einem ersten Todestag in der Kölnarena
Ein genauer Starttermin für die Doku-Serie steht derzeit noch nicht fest.
In der Kölnarena wird es am 1. Todestag, dem 7. Mai 2026, unter dem Titel „Tribute To Xatar“ ein Gedenkkonzert geben, bei dem viele musikalische Wegbegleiter und Überraschungsgäste auftreten sollen.





