Sonntag, 18.40 Uhr. Auf dem Weg vom Campingplatz zum Festivalgelände trällert ein junger Mann – etwas schief – das Titanic-Musiktheme „My heart will go on“. Noch ahnt er nicht, was ihn vor diversen der 13 Bühnen erwartet, er geht in Richtung Untergang.
Die Meteorologen auf dem Festival-Gelände von Parookaville haben es Stunden zuvor kommen sehen – die Warnung an die Gäste wurde auf den Screens des Geländes eingeblendet und Handy-Nutzer bekamen eine Push-Mitteilung. Dann öffnete der Himmel gegen 16.45 Uhr seine Schleusen über Weeze und mehr als eine Stunde lang kam es zu heftigem Starkregen auf dem Gelände.
Der Boden ist Wasser: große Pfützen vor der größten Parookaville-Bühne
Auf der Mainstage legt das Techno-Duo Artbat zu diesem Zeitpunkt fast ohne Publikum auf. In Windeseile bilden sich riesige Pfützen. Vielleicht nicht so tief wie die des Atlantiks, aber ein Bad wäre sicher möglich. Kabelbrücken (die heißen wirklich so) bilden Stege, über die Gäste vorsichtig in Richtung Bühne balancieren. Andere sind da weniger zimperlich. Eine kleine Gruppe völlig Unbeschwerter springt in der Seenlandschaft herum und feiert ausgelassen.
Parookaville geht am Sonntag baden – die besten Bilder
Das Desert Valley nebenan hat mit Desert nicht mehr viel zu tun. Vom höhergelegenen Bereich schlängelt sich ein kleiner Fluss in Richtung der Toiletten. Die Geschickteren springen von Insel zu Insel. Ein Mann ohne Profil unter den Schuhen landet dagegen im Matsch. Seiner guten Stimmung tut das erkennbar keinen Abbruch.
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Eher ein Müll- als ein Wasserproblem hat dagegen der Campingplatz. Die Drainage tut hier brav ihren Dienst. Im größten Penny-Markt Europas gingen im bisherigen Festivalverlauf 180.000 Brötchen, 40.000 Pizzen und 100 Tonnen Eis über die Ladentheke – jetzt entwickelt sich das Zweierpaar Socken für fünf Euro zum Geheimtipp. Draußen im Merchandise-Shop gibt es die Luxusvariante für um die 17 Euro.

Stabile Aussichten für den Rest des Festival-Sonntags
Gegen 19.30 Uhr bricht wieder die Sonne durch die Wolken. Das Festivalgelände füllt sich, der Veranstalter behält die Situation vor der Mainstage im Blick. Auch hier sollen die Drainagen ihre Arbeit verrichten und den Bereich möglichst trocken legen, bevor mit Afrojack, Armin van Buuren und Hardwell die großen Namen am Sonntagabend ans DJ-Pult treten.
Immerhin: Für den Rest des Sonntags soll es trocken bleiben. „Die Parkflächen erholen sich“, meldet die App. „Verweilt gern noch länger in der City und startet später eure Heimreise.“
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75.000 Parookaville-Fans feiern täglich ausgelassen in Weeze
Freitag und Samstag beim Parookaville sind bereits in den Büchern: 75.000 Festival-Fans feierten ausgelassen. Mit Blick auf das Wetter blieb es trocken, am Samstag mussten sich Besucherinnen und Besucher dem Regen stellen. Es gab sogar eine Unwetterwarnung.
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Der erste Anreise-Tag zu am Mittwoch war für viele bereits zu einer nassen Angelegenheit geworden. Starke Regenschauer, Gewitter und Wind machten den Aufbau von Zelten oder Pavillons zu einer Herausforderung. Das große Wetter-Chaos blieb aber aus, der Campingplatz hat die Wassermassen gut weggesteckt – und die Festival-Gäste gingen mit der Wetter-Lage entspannt um.



















