Das erst im Februar gegründete Bochumer Bündnis „Wir für Demokratie“ will zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 80 Jahren drei Tage lang mit einem Programm unter dem Motto „Erinnerung ist Arbeit an der Gegenwart“ Räume der Begegnung und der Reflexion schaffen. Zur Eröffnung des Programms mit Vorträgen, Konzerten und Exkursionen wird am Donnerstag, 8. Mai, ein Text der Literatur-Nobelpreisträgerin Elfriede Jelinek verlesen, den sie eigens für die Veranstaltung in Bochum geschrieben hat: „Ein Übertritt (alles auf Ende)“. Im Anschluss daran soll es eine Diskussionsrunde mit den Leitfragen „Wie gedenken? Was bedenken?“ geben.
Elfriede Jelinek schreibt fürs Schauspielhaus Bochum, Maria Farantouri singt am 9. Mai die Mauthausen-Kantate von Mikis Theodorakis
Tags darauf folgt unter anderem ein Konzert der griechischen Sängerin Maria Farantouri. Sie singt die Mauthausen-Kantate ihres Landsmanns Mikis Theodorakis. Bei einem Lesemarathon im Oval Office des Schauspielhauses Bochum lesen Ensemblemitglieder und Mitglieder von „Wir für Demokratie“ am Freitag, 9. Mai, und Samstag, 10. Mai, jeweils von 10 bis 17 Uhr eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Texte, die sich aus verschiedensten Blickwinkeln dem Thema nähern – literarisch, politisch, wissenschaftlich, künstlerisch und persönlich. Außerdem soll es Exkursionen zu Gedenk-Orten in Bochum geben sowie verschiedene Diskussionsrunden an jedem der drei Veranstaltungstage. Dabei sprechen Fachleute sowie Menschen, die Ausgrenzung und Diskriminierung erlebt haben, über die Gefahren von altem und neuem Faschismus sowie die Herausforderungen für eine demokratische Zukunft.
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Für das Abendprogramm im Schauspielhaus und die Busfahrten sind jeweils Zählkarten erforderlich, die an der Theaterkasse und im Webshop des Schauspielhauses erhältlich sind (Kartentelefon: +49 (0)234 / 3333 5555). Das gesamte Programm unter https://www.schauspielhausbochum.de