Sind sie der nächste heiße Scheiß, der auf der britischen Insel schon ordentlich abgefeiert wird und auch hier bei uns bald durchstarten wird? Von Chalk, eine dreiköpfige Formation aus Belfast, dürfte auf jeden Fall in nächster Zeit noch mehr zu hören und zu lesen sein.

Langsam baut sich die Szene auf, ein pumpender Beat, der psychedelische Gitarrenriff, dazu eine düster-hypnotische Stimme, bis plötzlich alles explodiert. In bester Idles-Manier lassen es Chalk in „Static“, ihrem bisher bekanntesten Stück, krachen. Der Song steht stellvertretend für die Unberechenbarkeit, die das Schaffen von Chalk auszeichnet.

Preisgekrönte Musiker und Filmemacher

Chalk sind die die preisgekrönten Musiker und Filmemacher Ross Cullen, Benedict Goddard und Luke Niblock. Drei EPs haben sie bisher veröffentlicht, „Conditions I - III“. Aufgenommen im abgelegenen Island, am Vorabend und nach einem Vulkanausbruch, verlieren sich Chalk in fernen Klangwelten. Brettharte Gitarren wie bei den Nine Inch Nails treffen hier auf Technobeats, die Grundstimmung ist meist dunkel und teils sogar bedrohlich-brutal. Wer gerne eine Schublade aufmachen möchte, nennt das Industrial Punk.

Damit sind Chalk in Großbritannien und Irland bereits recht erfolgreich, spielten über 30 Festivaltermine weltweit und waren als Support-Slots für die großen Idles sowie Dublins Postpunker Sprints unterwegs. Nun führt sie eine kleine Clubtour auch nach Deutschland, am Donnerstag, 20. März, sind Chalk im Arttheater in Köln zu sehen.

Tickets für 25 Euro bei Eventim und Dice. Weitere Infos hier.