Bruckner, Philine Sonny und James‘ Mum sind die jüngsten und somit letzten Neuankündigen, die das Team um Traumzeit-Festival-Leiter Frank Jebavy gerade bekanntgegeben hat. Die drei Acts vervollständigen ein Line-up, das sicherlich kaum Wünsche offen lässt.

Insgesamt über 30 Bands beziehungsweise Solokünstlerinnen und -künstler beschallen am kommenden Wochenende den Landschaftspark Nord in Duisburg. Der Auftakt gebührt traditionell dem Knappenchor Rheinland, der am Freitag am 19.35 Uhr in der Gießhalle das dreitägige Happening stimmungsvoll einläutet. Schon eine Stunde zuvor stehen zwar Orange Swan auf der Bühne am Hochofen, doch der Auftritt des Knappenchors gilt als eigentliche Eröffnungszeremonie der Traumzeit.

Thees Uhlmann war letztes Jahr auch im Burgtheater in Dinslaken zu sehen.
Thees Uhlmann war letztes Jahr auch im Burgtheater in Dinslaken zu sehen.© FUNKE Foto Services | Lars Fröhlich

Die größten Zugpferde bei der ersten „normalen“ Auflage der Traumzeit seit 2019 – 2020 fiel das Festival wegen Corona komplett aus, 2021 fand es in kleinerer Version erst im September und nicht im Juni statt – sind zweifellos Bilderbuch (Freitag, 22.05 Uhr) und die Editors (Sonntag, 21.40 Uhr, jeweils Cowperplatz). Und während alte Bekannte wie Tomte-Sänger Thees Uhlmann (Samstag, 21.45 Uhr, mit Band) oder Jochen Distelmeyer (Samstag, 19 Uhr, ohne Blumfeld) bereits zum wiederholten Mal am Hochofen aufschlagen, sind es erneut die vielen eher unbekannteren Acts, die sicher den besonderen Reiz der Veranstaltung ausmachen.

Legendärer TV-Auftritt

Von Alli Neumann noch nie gehört? Cari Cari, ist das eine exotische Vogelart? Frittenbude – Die muss auf dem Food Court stehen! Swutscher, so heißt der Streifen von Nike, oder? Weit gefehlt, die Erstgenannte ist eine Schauspielerin, die seit 2018 auch ihre Leidenschaft für die Musik in Form einer ersten EP austrägt. „Madonna-Whore-Komplex“ heißt nun das erste Album von Alina-Bianca „Alli“ Neumann, die auch schon mit Kitschkrieg und Trettmann zusammen aufgenommen hat. Cari Cari, wie Bilderbuch aus Österreich, sind voriges Jahr etwas unfreiwillig durch einen Fernsehauftritt ins Gespräch gekommen, als Sänger Alexander Köck vor laufenden Kameras die miese Bezahlung der Orchestermusiker anprangerte. Frittenbude mischen Punk, Rap mit Elektro und Swutscher würden mit ihren Songs in jeder Kneipe für einen unvergesslichen Abend sorgen.

Mehr davon? Ab Freitag beim Traumzeit-Festival im Landschaftspark Nord. Festivaltickets kosten noch bis einschließlich Freitag im Vorverkauf 90 Euro (110 Euro inklusive Camping), Kurzentschlossene zahlen an der Abendkasse 105/120 Euro (inkl. VRR-Ticket). Tageskarten kosten 40/46 Euro. Tickets und viele weitere Infos unter www.traumzeit-festival.de.

Fürs leibliche Wohl ist gesorgt! Der Klassiker des Veranstaltersprechs trifft aufs Traumzeit-Festival besonders zu. Zwischen den einzelnen Bühnen ist am Food-Court kein Vorbeikommen, zumindest wenn die Nase einigermaßen funktioniert. Burger vom Grill, Thai-Curry, Flammkuchen, arabische Küche oder Veganes: Ein Dutzend Stände sorgen dafür, dass der gemeine Körper schön in Form bleiben kann, bevor es zur nächsten Bühne geht.