Wir von der Kultur halten was aus. Wir lieben den Nervenkitzel, deswegen gehen wir so gerne ins Theater. Wo die Kollegen aus weniger spannenden Branchen in den Kletterwald fahren müssen oder auf chinesischen Glasbrücken den ultimativen Kick suchen, reisen wir einfach in die Großstadt Frankfurt. Das ist Überlebenstest genug. Dort trainieren wir, was wir im beschaulichen Heimatdorf keinesfalls vermissen.
Der Metropolen-Alltag beginnt mit dem Kampf um einen Platz im öffentlichen Personennahverkehr. Es muss gar kein Sitzplatz sein. Man ist ja schon froh, wenn sie kommt, die S-Bahn. Ungeübte können sich hier leicht verspekulieren. Kalkuliert man mit einer Normalverspätung von 10 Minuten, muss man einen Zug früher fahren, um pünktlich zum Termin zu kommen. Dann lässt die Bahn natürlich 20 Minuten auf sich warten – und man ist trotzdem der Depp.


