Für Briefmarkenfreunde ist die DDR ein abgeschlossenes Sammelgebiet, für die Kunstinteressierten eher ein unerschlossenes. Felix Krämer, Direktor des Düsseldorfer Kunstpalast, wundert sich, wie viel Aufmerksamkeit das Bauhaus als hundertjähriger Jubilar in deutschen Museen findet – und wie wenig im Vergleich dazu der Mauerfall vor 30 Jahren. Immerhin rückt der Kunstpalast das Ungleichgewicht nun wieder ein bisschen zurecht, wenn auch im Westen „allein auf weiter Flur: Die Malerei-Ausstellung „Utopie und Untergang“ bietet „Kunst in der DDR“, wie der Untertitel ankündigt.
Also nicht „Kunst der DDR“, nicht nur Staatstragendes, sondern Gemälde von 13 Künstlern, die wie Willi Sitte mal mehr, mal weniger gut gelitten waren wie A.R.Penck. Für das Staatstragende sorgte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am gestrigen Abend, der die 130 Bilder starke Ausstellung als ihr Schirmherr eröffnete.

