Eine Pink kommt nicht einfach so. Sie kommt kopfüber am Kronleuchter. Der Körper gespannt wie ein Stahlträger, gebogen im Salto, in solchen Lebenslagen kann doch kein Mensch singen! Pink, an der in diesem Moment nur der Lippenstift pink ist, kann. Und sie kann, sie will! immer noch mehr: Die Show des Superstars am Freitagabend in der Gelsenkirchener Arena ein „Konzert“ zu nennen, wäre Lästerung.

Alles beginnt mit einer Störung. Es zittert das Bild, es scheppert aus den Boxen, eine pinkfarbene Blockflöte schrammelt. Das kann nur so sein, weil jetzt etwas kommt, das höher und größer ist als gewohntes Bild, ausgesteuerter Ton, Durchschnittsmusik. „Get the Party Started“, wie könnte dieser Abend anders anfangen als mit diesem Song, aber wer ihn vor allem feiert, sind die Künstler auf der Bühne: Tänzer, Musiker, Pink. Die turnt, springt, tanzt, kämpft und schlägt Purzelbäume, dass die Netzstrümpfe reißen – Zirkus, Zirkus! (Den kennt die Schalker Arena sonst nur von ihren Hausherren.)