Wenn das Essener Museums-Flaggschiff Folkwang am kommenden Wochenende seine „Neuen Welten“ mit einem großen 24-Stunden-Museumsfest zur Besichtigung freigibt, wird auch ein wenig Vollmundigkeit offenbar werden – schließlich sind es, darüber werden nicht wenige Anhänger des Museums froh sein, am Ende doch die wohlbekannten, vertrauten Fixsterne der Sammlung, um die herum man da 24 „Neue Welten“ gruppiert hat.

Der seit fast einem Jahr im Amt befindliche Museums-Chef Peter Gorschlüter will auch in Zukunft „weiter aktiv mit der Sammlung arbeiten“, was im Falle des Folkwang vielleicht sogar noch mehr mit der Qualität der freilich extrem vielfältigen Sammlung zu tun hat als mit der Tatsache, dass die Zeit der großen Blockbuster-Ausstellungs-Serien aus verschiedenen Gründen vorbei ist – sie sind schwer zu finanzieren, Museen nehmen immer mehr Rücksicht auf kostbare Werke und das Publikum, das schon viel gesehen hat, ist immer schwieriger hinterm digitalen Ofen hervorzulocken.