Als die Fotografen zu Bildkünstlern wurden
Frankfurt/M. .
Es ist nicht ganz frei von Komik, wenn gestandene Künstlerpersönlichkeiten wie Candida Höfer sich auch im achten Lebensjahrzehnt gelegentlich noch als „Schüler“ titulieren lassen müssen. Oder wenn ein lebendes Markenzeichen wie der Sammler-Liebling Andreas Gursky trotz einer einprägsamen künstlerischen Handschrift immer noch mit dem Namen seiner einstigen Lehrer „geadelt“ werden soll. Aber wenn man jene Fotografen, die Ende der 70er-, Anfang der 80er-Jahre an der Düsseldorfer Kunstakademie ihr Studium aufnahmen, bis auf den heutigen Tag als „Becher-Klasse“ bezeichnet, schwingt darin eben auch die Hochachtung vor Künstlern mit, die im einer eigenen Liga spielen, eine Klasse für sich darstellen.

