Fernsehjournalist Michael filmt die Arbeit der kleinen und großen Musiker. Hier zeigt Suppi ihm sein Mischpult.
Fernsehjournalist Michael filmt die Arbeit der kleinen und großen Musiker. Hier zeigt Suppi ihm sein Mischpult. © FUNKE Foto Services | Lars Heidrich

Sechs Kinder spielen mit einem Ball. Wer genauer guckt, kann sehen, dass es die Erde ist. Sogar mit Schutzatmosphäre. Dann stellen sie sich brav an ein Standmikrofon und singen: „Siehst du diesen blauen Planeten? Den hat das Universum uns geliehen. Wir haben nur diesen einen Planeten. Die Erde hat wohl oft genug geschrien.

Kindermusiker Suppi Huhn steht daneben und singt die nächste Strophe. In dem neuen Lied geht es um Umweltschutz. Wir alle können noch etwas tun, damit es der Erde wieder besser geht. So viele Kinder in seinem Studio, das war wegen Corona lange nicht möglich. Auch jetzt haben sich alle testen lassen.

Viel Solidarität in der Krise

Heute ist ein aufregender Tag. Ein Fernsehjournalist vom WDR ist auch noch da. Für den WDR Kultursommer möchte er zeigen, wie wichtig Künstlerinnen und Künstler sind. Die hatten es in der Coronazeit nämlich besonders schwer.

Auch Suppi Huhn hatte anfangs ein schlechtes Gefühl: „Letztes Jahr wurden gut 15 Auftritte abgesagt.“ Als Musiker verdient er so auch einen Teil seines Geldes. Aber dann hat er die freie Zeit sinnvoll genutzt. „Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Studio habe. Ich habe letztes Jahr viele Lieder komponiert.“ Finanzielle Hilfen gab es von Fördervereinen und durch CD-Verkäufe. „Eine Bürgerstiftung hat mich unter der Bedingung unterstützt, dass ich Künstler bleibe. Ich habe viel Solidarität erlebt.“ So konnte Suppi die gewonnene Zeit in seine Musik stecken.

Suppi mischt die Kinderstimmen zu einem Chor zusammen

Carla freut sich wieder gemeinsam mit Suppi Huhn und den anderen Kindern Musik machen zu können.
Carla freut sich wieder gemeinsam mit Suppi Huhn und den anderen Kindern Musik machen zu können.© FUNKE Foto Services | Lars Heidrich

Carla kommt zu Suppi gelaufen. Sie ist acht Jahre alt. Seit einem Jahr singt sie mit Suppi. „Am liebsten singe ich das Buchstabenlied und ,Bunt wie ein Regenbogen’“, erzählt sie.

Im letzten Jahr durfte sie immer nur allein ins Studio. Viele singende Kinder in einem Raum – da wäre die Gefahr, sich mit Corona anzustecken, zu groß gewesen. Dann wurden die Lieder aufgenommen. Suppi hat danach an seinem Computer einen Song zusammengemischt, damit es wie ein Chor klingt.

Klimaschutz für die Zukunft der Kinder

Das Lied über die Erde hat er schon in den 90er Jahren begonnen. „Damals habe ich viele umgefallene Bäume gesehen. Saurer Regen war ein großes Thema.“

Heute kämpfen wir vor allem gegen die Folgen der Erderwärmung. „Es ist einfach wichtig, über Klimaschutz zu sprechen. Damit die Kinder, die heute das Lied singen, auch eine lebenswerte Zukunft haben! Die Kinder sind zum Teil sehr informiert, was die Umwelt angeht“, meint Suppi stolz. Der WDR-Beitrag ist am Freitag, 13.8., um 16.15 Uhr bei „Hier und heute“ und in der Mediathek zu sehen.