Tierische Hilfe

Hündchen Fibi passt gut auf Florian auf

Diabetikerwarnhund Fibi

Florian leidet an Diabetes. Seine Hündin Fibi schlägt Alarm, wenn er unterzuckert ist.

Florian leidet an Diabetes. Seine Hündin Fibi schlägt Alarm, wenn er unterzuckert ist.

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Der Sheltie ist ein Diabetikerwarnhund. Er riecht es, wenn Florian unterzuckert. Die beiden haben aber auch viel Spaß zusammen beim Hundesport.

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Tiere — Fibi ist ein kleiner Sheltie mit einer großen Aufgabe: Sie ist ein Diabetikerwarnhund. Fibi passt auf Florian auf. Wenn sein Blutzucker zu sehr absinkt, schlägt sie Alarm. Dann kratzt sie Florian am Bein und bellt auch schon mal. Florian weiß dann, dass er seinen Blutzuckerspiegel überprüfen und ein Stück Traubenzucker essen muss. „Ohne sie wäre es deutlich schwieriger, weil ich die Unterzuckerung erst sehr spät bemerke“, erklärt der Zehnjährige.

Diabetikerwarnhund Fibi

Florian leidet an Diabetes. Seine Hündin Fibi schlägt Alarm, wenn er unterzuckert ist.
Diabetikerwarnhund Fibi

Bei Florian wurde im Alter von zwei Jahren die Krankheit Diabetes mellitus festgestellt. Sie wird auch Zuckerkrankheit genannt. Davon spricht man, wenn im Blut zu viel Zucker ist. Bei einem gesunden Menschen verarbeitet das Hormon Insulin den Zucker. Florians Körper produziert zu wenig Insulin. Er bekommt es zusätzlich über eine Pumpe am Bauch gespritzt. Seinen Blutzuckerwert misst er regelmäßig über einen Sensor, der am Arm befestigt ist.

Feine Spürnase

Diesen Wert im Normalbereich zu halten, ist nicht immer so einfach. Gerade bei an Diabetes erkrankten Kindern geschieht es manchmal, dass der Blutzucker dramatisch sinkt. Dann können sie im schlimmsten Fall bewusstlos werden oder sogar ins Koma fallen. Hier kommt Fibi ins Spiel.

Fibi ist vor zwei Jahren zu Florian gekommen. Da war sie zwölf Wochen alt. Wenig später begann ihre Ausbildung. Hundetrainerin Eva Hackl aus Moers hat ihr beigebracht zu erschnüffeln, wenn Florians Blutzucker abfällt. Die feinen Spürnasen von Hunden können das im Schweiß und im Speichel eines Menschen riechen. „Wenn Florian unterzuckert hat, hat er an einem Wattebausch gekaut und ihn in eine Tüte gespuckt. Den haben wir dann als Geruchsträger genommen“, erklärt Eva Hackl. Mit ihrer Hilfe hat Fibi schnell gelernt, auf Florian zu achten und in seiner Nähe zu bleiben.

Fibi schläft in einem weichen Körbchen neben Florians Bett. Als der Hund noch ganz jung war, hat Florian auf einer Matratze neben ihm geschlafen. Weil Fibi zu klein war, um bei Gefahr aufs Bett zu hüpfen und ihn zu wecken. Inzwischen wird sie sogar wach, wenn sie im Schlaf riecht, dass mit dem Jungen etwas nicht in Ordnung ist. Dann kratzt sie an seinem Bein. Hilft das nicht, drückt der kuschelweiche Sheltie energisch auf eine Glocke, die Florian dann auf jeden Fall wach klingelt.

„Es ist eine unheimliche Entlastung für mich, dass Fibi nachts auf Florian aufpasst“, sagt seine Mutter Andrea. Fibi ist aber nicht nur eine Aufpasserin, sie ist auch ein guter Kumpel. Das gemeinsame Hobby von ihr und Florian heißt Canicross. Das ist eine Art Geländelauf mit Hund. Bei dem Sport haben die beiden sogar schon Wettbewerbe gewonnen.

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