Mit einer Party fängt alles an: Am Valentinstag 1970 wird in einer Lagerhalle im New Yorker Stadtteil Manhattan der Sound – ach was: das Lebensgefühl – einer ganzen Ära geschaffen. „Love Saves the Day“, zu deutsch: „Liebe rettet den Tag“, lautet das Motto. Eingeladen hat der bis dato unbekannte David Mancuso, der später als Begründer der Disco-Ära Pop-Geschichte schreibt. Eine Disco-Kugel gibt es in dieser Nacht noch nicht, wohl aber wabern unzählige Luftballons zwischen den Gästen umher bis zur Decke. Für die Musik sorgen Freunde Mancusos, die darauf achten, dass die Plattenteller sich nonstop drehen und nie eine Musik- und Tanzpause eintritt. Aus Soul, Funk und Salsa-Rhythmen entsteht am Mischpult ein treibender Groove, der in den Eingeweiden pulsiert und der permanent im Fluss gehalten wird: „Dance, Dance, Dance“ und „Burn, Baby, Burn“ beim „Disco Inferno“ (The Trammps, 1976). Erlaubt ist fast alles, nur stillstehen darf man nicht. „Don’t Stop til You Get Enough“, ist das Gebot der Stunde, auch wenn Michael Jackson damit erst 1979 einen Hit landet. Von Manhattan aus nimmt Disco Fahrt auf. In New York spricht am nächsten Tag jeder von dem Ereignis, sofort wird es Vorbild für neue Party-Serien und Clubs. Bald wird die ganze westliche Welt von der Welle erfasst. Disco als globales Kulturphänomen ist geboren.

Disco Lights Pattern
Night Fever: Nichts steht als Symbol stärker für die Disco-Zeit als die Spiegelkugel. © Getty Images/iStockphoto | powerofforever

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Rund um die Welt nach Essen

Und hier kommt nun die Stadt Essen ins Spiel. Denn in ihr entsteht gerade im Moment auch etwas unerhört Neues. GROOVE heißt die Sensation für die Bühne, hinter der die GOP Entertainment Group steht. Die Weltpremiere wird am 18. September 2026 im GOP Artistical-Theater an der Rottstraße gefeiert. Das Wort Artistical ist dabei so „fresh“ wie die Show-Idee selbst. Regisseur Aleks Uvarov erklärt, was es damit auf sich hat: „Das Artistical ist eine Fusion aus Show, Revue, Konzert und Musical.“ Als eine Hommage an die 70er Jahre verstehen die Macher der glamourösen Bühnenshow GROOVE. Atemberaubende Akrobatik, mitreißender Tanz und Livemusik lassen die Glanzzeit der Disco-Kultur wieder aufleben. Ein Ensemble herausragender Künstler verleiht den Songs von ABBA, den Bee Gees und weiteren Kult-Acts eine ganz neue Dimension. Die musikalische Leitung hat Jens Eckhoff. Er wurde als Mitglied der Pop-Rock-Band “Wir sind Helden” bekannt.  „Was ich mit GROOVE verbinde, sind verrückte Nächte voller Glitzer, verrückte Klamotten und absolute Freiheit“, erzählt er.

Disco, Siebziger Jahre
Elastische Gewebe wie Spandex und Lycra schenkten maximale Beweglichkeit für neue Tanzstile. © Getty Images | Anton Vierietin

Maximale Wirkung unter der Spiegelkugel

Apropos: verrückte Klamotten. Die opulenten Kostüme der Künstler sind wichtiger Teil des GROOVE-Gesamtkunstwerks: Strass, Pailletten, Satin und Samt. Die Mode der Disco-Ära ließ ihre Träger funkeln wie die Tanzfläche selbst. Schillernde Stoffe mit Metallic-Elementen reflektierten das Licht, während enganliegende Schnitte den Körper und seine Bewegungen betonten. Frauen trugen Catsuits, tief ausgeschnitten Wickelkleider und Hotpants zu engen T-Shirts und langen Stiefeln. Männer waren mit farbenfrohen Anzügen mit breiten Revers, mit Schlaghosen und offenen Hemden partytauglich gekleidet. Neue, synthetische Gewebe wie Lycra und Spandex gaben elastisch nach und schenkten maximale Bewegungsfreiheit beim Tanzen.

Von Kopf bis Fuß in Glamour gekleidet. Die Skizzen der Kostümdesigner von GROOVE verheißen eine Show der Superlative.
Von Kopf bis Fuß in Glamour gekleidet. Die Skizzen der Kostümdesigner von GROOVE verheißen eine Show der Superlative.

Modisch bis in die Haarspitzen gestylt war man mit einem Afro oder mit raumgreifenden Big Hair-Föhnwellen, wie Farrah Fawcett sie in „Drei Engel für Charly“ trug. Auf Haut und Lippen schimmerte viel Gloss und Metallic‑Lidschatten im Space Look. Alles, wirklich alles war darauf angelegt, maximale Wirkung unter der Spiegelkugel zu erzielen.

She is D.I.S.C.O. Mit diesen Highheels garantiert! Glitzern für den großen Auftritt.
She is D.I.S.C.O. Mit diesen Highheels garantiert! Glitzern für den großen Auftritt. © Istock Getty | ANTONIO_HUSADEL

Mit dem ansteckenden Disco-Sound und der unvergleichlichen Siebziger-Optik gibt es im Essener GOP Artistical-Theater ab September ein Wiedersehen  ̶  und noch viel mehr. Musik-Chef Jens Eckhoff bringt es auf den Punkt: „Das Artistical ist die ultimative Symbiose aus Live Musik und Artistik mit einer großen Geschichte drumherum.“ Regisseur Aleks Uvarov fügt hinzu: „Die Leute werden bestimmt sagen, so etwas habe ich noch nie gesehen.“

It‘s groovy

Groove kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Rille, beispielsweise bei einer Schallplatte. In der Musik beschreibt er das Zusammenspiel von Spannung, Tempo und mitreißendem Rhythmus, der das Publikum unwillkürlich zum Mitwippen oder Tanzen treibt.