In den kommenden Tagen kann es für Spanien-Urlauber zu Flugverspätungen und -ausfällen kommen. Von Mittwoch, 25. Juni, bis Freitag, 27. Juni, hat die Gewerkschaft „Unión Sindical Obrera“ (USO) 657 Mitarbeiter des spanischen Kabinenpersonals von Easyjet zum Streik aufgerufen. Betroffen sind die Flughäfen in Alicante, Barcelona, Malaga und Palma de Mallorca, beeinträchtigt wird demnach der Betrieb von 21 Flugzeugen.
Easyjet in Spanien: Deutlich weniger Gehalt als in anderen Ländern
Hintergrund der Arbeitsniederlegung: Das spanische Kabinenpersonal von Easyjet erhält deutlich weniger Gehalt als Kollegen in anderen Ländern, so die Gewerkschaft. Vergleiche man die Löhne mit anderen Ländern, in denen Easyjet tätig ist, stelle man erhebliche Gehaltsunterschiede fest.
Die USO rechnet vor: Das Grundgehalt des Kabinenpersonals in Spanien beträgt knapp 14.000 Euro im Jahr, in Portugal sind es knapp 30 Prozent, in der Schweiz sogar über 200 Prozent mehr. Hier liegt das Grundgehalt bei umgerechnet 43.516 Euro.
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Die Löhne in Spanien seien demnach nicht ansatzweise ausreichend, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken. „Die Situation verschärft sich besonders, wenn man bedenkt, dass sich die Arbeitsplätze von Easyjet in Spanien in vier der teuersten Städte für Miete und Kauf von Wohnraum befinden“, kritisiert Pier Luigi Copello, USO-Generalsekretär für Easyjet Spanien.
Easyjet: Was bedeutet der Streik für Passagiere?
„Wir bedauern den Schaden, den die Passagiere erleiden, die von dem Streik betroffen sein könnten, aber angesichts der Position des Unternehmens, das weiterhin unzureichende Angebote macht, damit die Angestellten ein menschenwürdiges Leben führen können, bleibt uns keine Wahl“, heißt es weiter in der Mitteilung der Gewerkschaft.
Wie groß die Auswirkungen auf Passagiere sein werden, ist noch unklar. Da Easyjet aber keine Direktverbindungen zwischen Nordrhein-Westfalen und den betroffenen spanischen Flughäfen anbietet, ist zumindest für Fluggäste aus der Region die Wahrscheinlichkeit eines Flugausfalls gering. Easyjet betont außerdem, den Flugplan aufrechterhalten zu wollen, die Folgen für Passagiere sollen so gering wie möglich ausfallen. Dennoch sollten Fluggäste vor Abflug den Status ihrer Verbindung prüfen und mehr Zeit am Flughafen einplanen.




