Zusammenfassung

  • In NRW herrschte in dieser Woche eine Hitzewelle mit extremen Temperaturen.
  • Der Mittwoch war der bisher heißeste Tag des Jahres.
  • Die Hitze endet mit schweren Gewittern und Unwettern.
  • DWD erwartet für Donnerstag höchstens 26 Grad.

Der nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bislang heißeste Tag des Jahres schlug am Mittwochnachmittag abrupt um: Eine Kaltfront zog von Südwesten mit teils schweren Gewittern über NRW und verdrängte die heiße Luft.

Donnerstags

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Die stärksten Gewitter mit zahlreichen Blitzen und starkem Niederschlag gab es zunächst am Niederrhein und im westlichen Münsterland. Eine weitere Gewitterfront zog von Aachen in Richtung Düsseldorf. Im Laufe des Abends verlagerten sich die Gewitterfronten in den Osten und Südosten NRWs und schwächten sich allmählich ab.

Der DWD warnte vor Sturmböen mit Geschwindigkeiten um 100 Stundenkilometer in NRW. Lokal wurden Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten von 130 Stundenkilometern vorhergesagt. Zudem warnte der DWD vor örtlich „extrem heftigen Starkregen mit bis 60 Liter je Quadratmeter in kurzer Zeit.“

Weil die Bäume voll belaubt sind bieten sie große Angriffsfläche für den Wind, schrieb der DWD. Demnach muss bei kräftigen Gewittern verstärkt mit umstürzenden Bäumen, herabfallenden Ästen oder Dachziegeln gerechnet werden.

Unwetter in NRW: Feuerwehren mit mehreren Hundert Einsätzen

In Düsseldorf kam es zu massiven Verspätungen am Flughafen. Zudem wurde der Wildpark Grafenberger Wald wegen der Unwetter vorsorglich bereits um 14 Uhr geschlossen, er sollte aber am Donnerstag, 3. Juli, wieder öffnen, heißt es von der Stadt.

In Castrop-Rauxel war auf Anordnung der Bezirksregierung am Nachmittag eine Flüchtlingsunterkunft geräumt worden, wie ein Feuerwehrsprecher auf Nachfrage hin bestätigte. Der Einsatz diene der Sicherheit und sei reibungslos verlaufen.

Die Feuerwehr Oberhausen berichtete am Mittwochabend, sie seit 16 Uhr im „Dauereinsatz“ wegen Unwetterfolgen gewesen. Insgesamt 33 Einsätze waren zu bewältigen, vor allem wegen umgestürzter Bäume. Gegen 20.30 Uhr habe sich die Lage dann wieder entspannt.

Überflutungen und umgestürzte Bäume

In Alpen am Niederrhein hatte es die Feuerwehr mit drei Einsätzen zu tun. Unter anderem wurde ein Baum vom Sturm umgerissen und stürzte auf eine Stromleitung; auch lag ein Baum auf Bahnschienen.

Auch die Feuerwehr in Möchengladbach berichtete von mehreren Dutzend Einsätzen; neben umgestürzten Bäumen ging es auch um Wasserschäden durch überlastete Entwässerungssystem, teilten die Feuerwehr Mönchengladbach mit. In Düren zählte die Feuerwehr gar 105 Rettungs-Einsätze. Man sei „mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz“ gewesen.

Stürmischer Sonntag
Sturm und schwere Orkanböen drohen am Nachmittag und Abend in NRW.© Arne Dedert/dpa | Arne Dedert

Im Kreis Borken im westlichen Münsterland waren Feuerwehr und Polizei im Dauereinsatz, nachdem eine Gewitterfront durchgezogen war. Umgestürzte Bäume blockierten Straßen, Autos waren durch abgebrochene Äste beschädigt worden. Vor allem in Bocholt gebe es sehr viele Einsätze, sagte ein Polizeisprecher. „Da kommen wir kaum hinterher.“

Zugverkehr in NRW teils auch beeinträchtigt

Die Feuerwehr in Bergheim westlich von Köln berichtete, dass mehrere große Äste auf geparkte Fahrzeuge gefallen seien. Verletzte habe es aber keine gegeben. In Mönchengladbach liefen nach starken Regenfällen Keller voll. „Auch wenn die Lage aktuell stabil ist, beobachtet die Feuerwehr Mönchengladbach die Wetterentwicklung weiterhin aufmerksam“, teilten die Einsatzkräfte mit.

Mehr Berichte zum Unwetter in NRW vom Mittwoch

In Duisburg waren nach nach Angaben der Feuerwehr besonders die Stadtteile Meiderich sowie der Duisburger Süden betroffen, dort seien mehrere Bäume umgestürzt. Infolge eines Blitzeinschlags ist der Dachstuhl einer Doppelhaushälfte in Brand geraten. Die Feuerwehr konnte das Feuer schnell löschen, verletzt wurde niemand.

Umgestürzte Bäume blockierten nach den teils heftigen Gewittern in Teilen Nordrhein-Westfalens den Bahnverkehr. Betroffen waren die Linien RE1, RE9, RB20 und RB51. „Noch in der Nacht konnten die Gleise freigeräumt werden, der Zugverkehr läuft am Donnerstag wieder normal“, heißt es seitens der Bahn.

NRW-Wetter: Nach den Gewittern folgen angenehmere Temperaturen

Nach den Unwettern beruhigt sich das Wetter wieder. In der Nacht zu Donnerstag zog von Nordwesten zunächst kühlere Luft nach NRW. Dabei bleibt es aber nicht: „Die rückseitig einer Kaltfront einströmende warme Meeresluft gelangt zunehmend unter Hochdruckeinfluss und erwärmt sich dabei wieder“, heißt es vom DWD.

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Vormittags ist es wechselnd bis stark bewölkt mit einzelnen Schauern. Im Tagesverlauf lockern die Wolken auf und es bleibt weitgehend trocken, so der DWD. Die Höchstwerte liegen bei 23 bis 36 Grad, der Wind kann in Böen aus Nordwest bis Nord auffrischen.

In der Nacht zu Freitag kühlt es auf 14 bis neun Grad ab. Tagsüber wartet sonniges Sommerwetter mit Temperaturen zwischen 23 und 27 Grad, auch der Wind lässt nach.