• In den vergangenen Jahrzehnten häufen sich in NRW extrem warme Sommer.
  • Wann war es hier bislang am heißesten, in welchem Jahr schien die Sonne am längsten?
  • Unsere Übersicht zeigt, welche Sommer besonders herausstachen und warum.

In NRW sind in den vergangenen Jahren bereits viele Hitzerekorde gebrochen worden. Und auch der Sommer 2026 könnte in die Geschichtsbücher eingehen, es werden Temperaturen von bis zu 40 Grad erwartet. Doch in welchen Jahren war es in der Vergangenheit besonders heiß? Wir haben die heißesten Sommer in NRW gesammelt, nach Auswertungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD), des Bundesamts für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz und der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG).

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Der sogenannte Jahrhundertsommer des Jahres 2003 bleibt mit einer Durchschnittstemperatur von 19,7 Grad der Spitzenreiter bei den Temperaturen. Ungeachtet einzelner Spitzenwerte in Regionen und Städten war der Sommer im Jahr 2003 der bisher wärmste seit der Wetteraufzeichnung. Nach Angaben des DWD wurden im August 2003 in Karlsruhe Temperaturen von 40,2 Grad gemessen. Zum Vergleich: Die Durchschnittstemperatur 2024 lag bei 18,5 Grad, 2025 waren es 18,3 Grad.

Hitze
Die bisher höchste Temperatur hat der Deutsche Wetterdienst im Juli 2019 in Duisburg gemessen: Am 25. Juli zeigte das Thermometer 41,2 Grad Celsius. © Jens Büttner/dpa | Jens Büttner

Die heißesten Sommer in NRW: Was ist der Rekordwert?

Der bisher heißeste Tag, den Nordrhein-Westfalen je erlebt hat, war der 25. Juli 2019. Damals kletterte das Thermometer an den DWD-Wetterstationen Duisburg‑Baerl und Tönisvorst auf jeweils 41,2 Grad Celsius – ein bis heute unübertroffener Rekord. Dieser Wert gilt nicht nur als Hitzerekord für NRW, sondern zugleich als höchste jemals in Deutschland gemessene Temperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Lingen wurden sogar 42,6 Grad gemessen, dieser Wert wurde vom DWD aber als fehlerhaft annulliert.

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Die deutschlandweit meisten Sonnenstunden wurden im Sommer 2022 gemessen. „Mit fast 820 Stunden überragte die Sonnenscheindauer im Sommer ihr Soll von 614 Stunden“, teilte der DWD mit. Damit wurde das bisherige Rekordjahr 2003 abgelöst. Auch in NRW gab es mit 785 Sonnenstunden einen neuen Bundeslandrekord. 2024 lag die Sonnenscheindauer in NRW im Durchschnitt bei 650 Stunden und bundesweit bei 712.

2003 bleibt mit knapp 20 Grad im Durchschnitt das bisher heißeste Jahr in NRW.(Symbolbild)
2003 bleibt mit knapp 20 Grad im Durchschnitt das bisher heißeste Jahr in NRW.(Symbolbild) © dpa | Martin Gerten

Rekord-Sommer in NRW: So warm war es in den letzten Jahren

  • Der Sommer aus dem Jahr 1947: Knapp 80 Jahre liegt der Sommer bereits zurück. Viele Daten stehen aus dieser Zeit nicht zur Verfügung. Allerdings: Der Allzeit-Juni-Rekord stammt aus dem Jahr 1947. Die höchste jemals in einem Juni in NRW gemessene Temperatur liegt bei 37,9 Grad. Gemessen wurde sie am 27. Juni 1947 an Stationen in Köln und Königswinter.
  • Der Sommer 1994: 18,4 Grad im Durchschnitt notierten die Meteorologen für den Sommer im Jahr 1994. In Düsseldorf lag die Durchschnittstemperatur bei 19,3 Grad, in Münster bei 18,5. Überall in Deutschland und auch in NRW schien die Sonne im Sommer 1994 überdurchschnittlich lange – im Vergleich zum Mittel der vergangenen 30 Jahre.

Der bislang trockenste Sommer in Deutschland liegt schon einige Zeit zurück: Im Jahr 1911 wurden 124 Liter pro Quadratmeter gemessen. Zum Vergleich: Der Durchschnittswert zwischen 1961 bis 1990 liegt bei 239 Litern je Quadratmeter. Im Gegensatz zu den beiden nassen Vorjahren war der Sommer 2025 in NRW klar zu trocken. Im Durchschnitt fielen nur 178 Liter Regen pro Quadratmeter – rund ein Viertel weniger als üblich. Damit gehört 2025 zu den 25 trockensten Sommern seit Beginn der Messungen. Langzeitdaten zeigen zudem: Die Sommerniederschläge nehmen leicht ab.

Heiße Sommer in NRW: Was hat das für Auswirkungen auf die Gesundheit?

Während sich die einen über warmes Wetter freuen, macht anderen die Hitze gesundheitlich zu schaffen. Laut einer repräsentativen Befragung des Landeszentrums Gesundheit NRW fühlen sich 54 Prozent der Menschen in NRW durch Hitzewellen mit mehreren Tagen über 30 Grad belastet. Am häufigsten berichten die Menschen über Schlafprobleme, Erschöpfung, Konzentrationsschwierigkeiten und Kreislaufprobleme. Frauen fühlen sich tendenziell stärker belastet und passen ihr Verhalten - zum Beispiel durch Aufhalten im Schatten, Trinkpausen und weniger Anstrengung - häufiger an als Männer.

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