Vom 14. August bis 25. September lädt die Ruhrtriennale zeitgenössische Künstler:innen ein, die monumentale Indus­triearchitektur der Metropole Ruhr zu bespielen. Zahlreiche Maschinenhäuser, Kokereien und Werkshallen verwandeln sich dann in spektakuläre Bühnen.

Performancekünstlerin und Ausnahmechoreografin Florentina Holzinger.
Performancekünstlerin und Ausnahmechoreografin Florentina Holzinger.© © A. Bitzan | Unbekannt

Zu den außergewöhnlichen Aufführungsorten gehören die Jahrhunderthalle Bochum, die Kraftzentrale und die Gebläsehalle im Landschaftspark Duisburg-Nord sowie das UNESCO-Weltkulturerbe Zollverein in Essen. Mit ihrer industriellen Vergangenheit des Bergbaus und der Stahlindustrie prägen sie die künstlerischen Arbeiten entscheidend mit und machen die Ruhrtriennale zu einem weltweit einzigartigen Festival.

Die Programmausrichtung wird von der Intendanz bestimmt, die alle drei Jahre neu berufen wird. In einem dreijährigen Rhythmus erfindet sich die Ruhrtriennale damit immer wieder neu und gibt jeder künstlerischen Leitung die Möglichkeit, eine eigene stilgebende Programmatik und Ästhetik zu entfalten.

2021 übernimmt die Schweizer Regisseurin Barbara Frey die künstlerische Leitung der Ruhrtriennale. Zur Eröffnung Ihrer Intendanz inszeniert sie „Der Untergang des Hauses Usher“ und steigt mit einem achtköpfigen, mehrsprachigen Ensemble in den Gedankenkosmos von Edgar Allan Poe ein, der radikal wie kaum ein anderer der Einsamkeit Ausdruck verliehen hat.

Inszenieren das intermediale Pionierwerk „Bählamms Fest“: das Regieduo Dead Centre.
Inszenieren das intermediale Pionierwerk „Bählamms Fest“: das Regieduo Dead Centre.© © Beck | Unbekannt

Seit seiner Uraufführung erstmalig wieder zu erleben ist das Musiktheater „Bählamms Fest“, ein fantastisches, surreales Werk der österreichischen Komponistin Olga Neuwirth für dessen Umsetzung sie Elfriede Jelinek als Librettistin gewinnen konnte. In Neuwirths Musik verschwimmen die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Mensch und Tier, Wunsch und Wirklichkeit. Inszeniert wird das intermediale Pionierwerk vom irischen Regieduo Dead Centre.

Die Performancekünstlerin Florentina Holzinger befragt in „A Divine Comedy“ gemeinsam mit einer generationsübergreifenden Besetzung quer durch tänzerische, athletische und musikalische Disziplinen die kulturellen und sozialen Dimensionen des Todes. Ihr Ausgangspunkt: Dantes „Göttliche Komödie“.

Außerdem mit dabei: Die Choreografin Meg Stuart, deren Lebenswerk 2018 mit dem Goldenen Löwen der Venedig Biennale gewürdigt wurde. Sie sucht in „Cascade“ mit sieben Tänzer:innen nach einem Halt im entropischen Strom der Zeit: Kann es gelingen, der Vergänglichkeit und Linearität der Zeit zu widerstehen?

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Insgesamt sechs Wochen lang lädt die Ruhrtriennale mit Theater, Tanz, Musik und Performance zur Begegnung mit Kunstschaffenden aus aller Welt und der Region ein. Ein intensives Erlebnis!

Tickets & Infos
Die Ruhrtriennale findet 2021 vom 14. August bis 25. September statt.
Umfangreiche Informationen zu Programm, Kartenverkauf und Hotels sind verfügbar über www.ruhrtriennale.de und per Telefon unter +49 (0) 221 28 02 10.