KFC Uerdingen

Duisburg schmeißt KFC wegen Zahlungsrückstands aus der Arena

Die Uerdinger gehen im Duisburger Stadion enttäuscht in ihre Fankurve.

Die Uerdinger gehen im Duisburger Stadion enttäuscht in ihre Fankurve.

Foto: firo

Duisburg.  Die Probleme von KFC Uerdingen werden immer größer. Nun hat der Chaos-Klub Ärger mit dem Stadion-Betreiber der Duisburger Arena. Klub dementiert.

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Am Samstag trägt der KFC Uerdingen seine Drittliga-Begegnung gegen Energie Cottbus aus. Es dürfte möglicherweise das letzte Mal sein, dass die Krefelder ein Heimspiel in der Arena des Zweitligisten MSV Duisburg bestreiten werden. Denn wie die "WAZ" erfuhr, ist das Stadion für die Krefelder für das letzte Meisterschaftsspiel gegen den SV Wehen-Wiesbaden (18. Mai, 13:30 Uhr) nicht zugänglich. "Stand heute wird dieses Spiel nicht in Duisburg stattfinden. Ich habe die Arena für den KFC an diesem Tag gesperrt", erklärte am Freitag Dirk Broska, Geschäftsführer der Stadionprojekt-Gesellschaft, der WAZ.

Ursächlich für das Verbot seien nicht gezahlte Rechnungen. Der KFC sei laut Broska mit Zahlungen im Rückstand, unter anderem ist der Sicherheitsdienst der Arena betroffen. Broska: "Das ist nicht das erste Mal der Fall." Aufgrund von Umbauarbeiten in der Krefelder Grotenburg trägt der KFC seine Heimspiele seit Saisonbeginn in der Duisburger Arena aus. Auf eine weitere Saison in Duisburg haben sich die KFC-Verantwortlichen um Präsident Mikhail Ponomarev nicht einigen können. Die Uerdinger ziehen in die Merkur Spielarena in Düsseldorf, der Heimspielstätte des Bundesligisten Fortuna Düsseldorf.

KFC Uerdingen soll Hotel-Rechnung nicht bezahlt haben

Die aktuellen Meldungen werden bei den Düsseldorfer Verantwortlichen keine Jubelarien auslösen. Hinzu kommen weitere Vorwürfe gegen den ehemaligen Bundesligisten, die nach einem Bericht der Bild-Zeitung im Raum stehen. So soll der KFC aufgrund nicht bezahlter Rechnungen nicht mehr alle Hotels bei Auswärtsfahrten buchen dürfen, zudem sollen sich Spieler über die Trainingsbedingungen beschwert haben. Weil auf der einen Seite viel Geld ausgegeben werde, um Topspieler zu Topkonditionen zu verpflichten, auf der anderen Seite aber die Infrastruktur leide. Über einen neuen Twitter-Account bezog der KFC Uerdingen dazu Stellung: "Zum Thema Boulevardpresse: Halbwahrheiten und Lügen sind keinen Kommentar wert. Sie beeinflussen uns nicht. Wir gehen unseren Weg weiter. Die Hunde bellen, und die KFC-Karawane geht weiter." Die Duisburger Stadionprojekt-Gesellschaft hat nun aber bestätigt, dass es um die Zahlungsmoral des KFC Uerdingen offenbar doch nicht gut bestellt ist.

Uerdingen dementiert Verbannung aus Duisburger Stadion

Der Klub reagierte noch an Abend und dementierte, dass Uerdingen aus dem Stadion verbannt worden sei: In einer Pressemitteilung des KFC heißt es "Die Unstimmigkeiten sind bereits am Montag dieser Woche beigelegt worden, bestätigt wurde dies am Donnerstagmittag. Diese Information müsste der Stadionbetreibergesellschaft auch zur Verfügung gestanden haben - insofern ist die aktuell getätigte Äußerung mehr als verwunderlich. Eine Sperrung oder Nutzungsuntersagung des Stadions stand zu keinem Zeitpunkt zur Debatte."

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