Immer wieder blickte Trainer Thomas Reis vom FC Schalke 04 im Presseraum von Werder Bremen auf einen der großen Bildschirme - auf den, der die Bundesliga-Tabelle nach dem 13. Spieltag anzeigte. Es wäre verständlich gewesen, wenn Reis nur einen kurzen Moment hingesehen hätte, denn der Blick schmerzt alle Schalker. Sechs Punkte, eine Tordifferenz von minus 18 - das ist die Bilanz eines Absteigers. "Beschissene Situation", grummelte Reis. "Jeder kann die Tabelle lesen." Dabei fühlte sich die 1:2 (0:1)-Niederlage im Weserstadion so gar nicht nach Abstieg an.
"Es ist sehr bitter für mein Team und mich. Ich glaube nicht, dass die bessere Mannschaft gewonnen hat, sondern die etwas glücklichere", lautete Reis' Analyse. "Wir wollten ein gutes Gesicht zeigen, und das ist der Mannschaft von Anfang an sehr gut gelungen. Wir hatten einen sehr guten Zugriff, und selbst ein paar gute Gelegenheiten. Durch eine Unachtsamkeit im Mittelfeld, wir lassen den Gegner im Rücken weglaufen, anschließend noch eine Verlagerung zu und verteidigen nicht bis zum Ende, geht Bremen in Führung", sagte Reis.




