Mehr als eine schmückende Angelegenheit

Ennepetal.   Die Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld in Milspe verwandelte sich am Sonntag in eine Welt der „Wiederentdeckung“. Werke des 1959 verstorbenen Malers Karl Fritz Friedrich, der in seinem Atelier in Gevelsberg etwa 300 Bilder geschaffen hatte, werden dort unter dem Titel „(Wieder-)entdeckt – Karl Fritz Friedrich – Ein Maler des Aufbruchs“ gezeigt. „Ein Traum ist Wirklichkeit geworden“, meinte Günter Krause aus Breckerfeld, der die Ausstellung mit initiiert hatte.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Hauptgeschäftsstelle der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld in Milspe verwandelte sich am Sonntag in eine Welt der „Wiederentdeckung“. Werke des 1959 verstorbenen Malers Karl Fritz Friedrich, der in seinem Atelier in Gevelsberg etwa 300 Bilder geschaffen hatte, werden dort unter dem Titel „(Wieder-)entdeckt – Karl Fritz Friedrich – Ein Maler des Aufbruchs“ gezeigt. „Ein Traum ist Wirklichkeit geworden“, meinte Günter Krause aus Breckerfeld, der die Ausstellung mit initiiert hatte.

Zahlreiche Kunstinteressierte begrüßte Johannes Dennda im Namen der Sparkasse, unter ihnen die Erste Bürgermeisterstellvertreterin Anita Schöneberg mit Ehemann Jürgen und den ehemaligen Breckerfelder Bürgermeister Klaus Baumann mit Gattin Margot sowie heimische Künstler wie Werner Kollhoff und Markus Nottke. Anita Schöneberg freute sich, dass so viele Menschen an einem Sonntagmorgen den Weg in die Kundenhalle gefunden haben. „Der Sparkasse ist es wieder einmal gelungen, eine bemerkenswerte Ausstellung in ihr Haus zu holen. Die Werke des Malers Karl Fritz Friedrich werden dadurch, wie ich finde, zu Recht in den Fokus gestellt“, so Schöneberg. Sie erinnerte daran, dass der Maler 1921 in Lünen geboren wurde und dass er 1950 seine Studienkollegin, die bekannte Gevelsbergerin Margarete Buschhaus, heiratete. Kurze Zeit später sei das Paar in das Haus der Schwiegereltern, in die „Wolfskuhle“ in Gevelsberg, gezogen. „Durch eine heimtückische Krankheit verstarb er leider viel zu früh im Jahr 1959.“

Schöneberg bedankte sich bei der Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld, die auch weiterhin der wichtigste Förderer der Kulturarbeit in der Stadt bleibe. Sie führte an, dass unzählige Projekte und Maßnahmen, nicht nur im Bereich der Kulturförderung, ohne die Unterstützung der Sparkasse nicht realisierbar gewesen wären. „Der wirtschaftliche Erfolg der Sparkasse kommt damit der Allgemeinheit zugute. Damit trägt die Sparkasse dazu bei, dass unser Ennepetal auch in Zukunft lebens- und liebenswert bleibt“, so Schöneberg, die ihren Dank an den Vorstandsvorsitzenden Bodo Bongen und das Team der Sparkasse um Heike Gräfe und Johannes Dennda richtete. Barbara Peithmann, die die Ausstellung mit Ehemann Rolf Hoberg vorbereitet hatte, berichtete von der Zeit, als sie als Kind bei „Onkel Fritze“ im Atelier inmitten von Farbtöpfen und Pinseln gesessen habe. Es sei eine einzigartige Atmosphäre gewesen, die in Erinnerung geblieben sei. Sie habe den im Keller stehenden Schrank von Lars Peterson, der den Bestand des Malers übernommen hatte, geplündert, um für die Ausstellung Interessantes zusammenzustellen.

In den Bildern spazieren gehen

Kunsthistorikerin Saskia Lipps erläuterte einprägsam die Werke Friedrichs. Sie zitierte den Künstler Friedrich: „Kunst soll mehr sein als eine schmückende Angelegenheit“.

Für den musikalischen Rahmen sorgten Kristin Peters und Daniel Hinzmann, die großen Applaus erhielten.Vorbei ging es an den vielfältigen, beeindruckenden Werken von Karl Fritz Friedrich, eines Künstlers der 50er Jahre. „Die Bilder stecken in Arbeitsrahmen, weil ihm das Geld für kostspielige Rahmen fehlte“, sagte Rolf Hoberg, der mit Besuchern Runden, vorbei an den Werken, drehte.

Das Materialbild „Sachliches Gespiel“, das in der Galerie präsentiert wird, nahm man von der Kundenhalle aus wie ein „schönes Bild“ wahr, doch oben, aus der Nähe betrachtet, entdeckte man Strukturen von Gebäuden, die ineinander verschachtelt sind. Künstler Markus Nottke begutachtete voller Interesse das Bild „Schwebebahn“. Und beim Materialbild „Strom und Position“, immerhin 143 x 123 Zentimeter groß, meinte das Ehepaar Schöneberg, neben Eicheln, Paranuss und Streichhölzern in den Farben Blau, Weiß, Rot noch Bucheckern zu entdecken. „Genau das ist es“, meinte Künstler Werner Kollhoff, „man kann in den Bildern spazieren gehen. Man erkennt nicht gleich die Materialien, die eingearbeitet wurden, man muss sie suchen.“ Und jeder würde auch anderes darin entdecken.

Dank von Angehörigen und Freunden

Angehörige und Freunde von Karl Fritz Friedrich, die etwa 40 Werke ausstellen, bedankten sich bei der Sparkasse für die Möglichkeit, die Werke zu präsentierten, sowie für die gute Zusammenarbeit mit Johannes Dennda und Heike Gräfe.

Die professionellen Werke Friedrichs, der unter anderem mit Emil Schumacher befreundet war, fanden große Beachtung bei Besuchern und Kunstinteressierten. Die Bilder können auch käuflich erworben werden. Eine Preisliste liegt in der Kundenhalle aus.

Nicht nur dem Geist, auch dem Körper wollte man Gutes zuführen, so lud die Sparkasse Ennepetal-Breckerfeld nach dem offiziellen Teil die Besucher zu Sekt, Orangensaft sowie süßen und herzhaften Häppchen, zubereitet vom Café Kartenberg, ein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben