Positiv denken
Da freut man sich auf die warme Jahreszeit, und dann? Bei mir ist das etwa ab Allerheiligen der Fall, wenn schon die Aussicht auf viele kurze, nasskalte Tage auf die Stimmung drückt. Und wochenlang Schnee und Sonne, was der Laune eher zuträglich ist, hatten wir ja schon lange nicht mehr im Winter.
Pfingsten, das Tor zum Sommer, haben wir hinter uns und sollten das Wetter genießen: Tagsüber immer über, sagen wir 15 Grad und nur ab und zu Regen. Und wenn es regnet, sehen wir das natürlich tapfer positiv, dann brauchen wir zu Hause nicht dauernd gießen.
Aber da der Mensch selten uneingeschränkt zufrieden ist, finden wir auch jetzt etwas, das uns stört, mich jedenfalls: Nicht die spezielle Warsteiner Staubbelastung, sondern diese ständige, leicht drückende Schwüle, die den Schweiß treibt, ohne dass es richtig warm und sonnig ist.
Mit Milliarden von Pollen unterschiedlichster Herkunft, die gerade umherfliegen und die Menschen schniefen lassen. Ich beobachte jedenfalls in dieser Jahreszeit nicht viel weniger mürrische Gesichter als im Herbst und Winter.
Was das heißt? Positiv denken. In spätestens vier Monaten ist es vorbei. Dann versuchen wir wieder mal, dem Herbst und Winter das Beste abzugewinnen.

