Mahlzeit

Little Okinawa in Bochum: Fondue mit Stäbchen

Shabu Shabu: Hierbei wird Fleisch, Gemüse und Tofu mit Stäbchen in die Brühe getaucht.

Shabu Shabu: Hierbei wird Fleisch, Gemüse und Tofu mit Stäbchen in die Brühe getaucht.

Foto: Maren Schürmann

Bochum.  Bei diesem Japaner gibt es kein Sushi. Dafür Shabu Shabu. Wir haben dieses besondere Festtagsmenü ausprobiert bei Little Okinawa in Bochum.

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Wenn es draußen kälter wird, wärmen sich viele am Fondue. Und führen hitzige Diskussionen darüber, was denn nun besser ist: Fett oder Brühe? Klassisch mit Fleisch oder ganz vegetarisch? Käse oder Schokolade? Oder doch gleich lieber Raclette? Um den Wortwechsel noch etwas zu befeuern, stellen wir nun eine weitere Variante vor, die man hierzulande nur selten genießen kann: Shabu Shabu.

Wir bestellen in dem neuen japanischen Restaurant Little Okinawa in Bochum. Das Foto zu Shabu Shabu im Internet verspricht mehr, als auf dem Tisch steht: Fisch ist nicht dabei. Aber eine große Platte mit Fleisch vom Wagyu-Rind, einer ursprünglich japanischen Rasse (44,50 € pro Person, ab zwei Gästen möglich). Man kann das Essen auch mit Iberico-Schwein bestellen (32 €), was mir spanisch vorkommt, weil die Edelzüchtung doch eigentlich aus Südeuropa stammt.

Das Fleisch ist sehr zart

Wir tauchen das Rindfleisch nicht mit Fonduegabeln, sondern mit den Stäbchen in die Brühe. Die Stücke sind so fein geschnitten, dass man beim Garen zuschauen kann. Schon nach wenigen Momenten können wir sie genießen. Das Fleisch ist sehr zart. Da es ungewürzt ist, schmeckt es noch besser, wenn wir es in einen der köstlichen Dips tauchen. Die dunkle Ponzu-Soße mit Soja und Zitrone gefällt mir besser als die mit Sesam.

Das klein geschnittene Gemüse – Chinakohl, Tomaten, Zucchini, Paprika – und auch der Tofu brauchen länger als das Fleisch. Da „angeln“ wir uns die Stücke erst nach ein paar Minuten wieder aus der Brühe.

Je länger wir das Fondue machen, desto besser schmeckt es: Denn mit jedem Fleisch- und Gemüsegang wird die Brühe würziger. Auch die Udon-Nudeln, die wir darin garen, schmecken wunderbar. Hierzulande löffelt man die Brühe ja am Ende manchmal aus. Das sei in Japan nicht üblich, erfahren wir vom freundlichen Besitzer Dirk Hochstrate, der wie alle anderen im Lokal kein Japaner ist, aber in dem Land gelebt hat. Dort besuchte er die Region Okinawa und lernte die dortige Küche kennen. Auf der Speisekarte gibt es kein Sushi, dafür etwa Schweinebauch mit Nudeln (10,50 €) oder Gemüsepfanne mit Seitan (11,50 €).

Eissorten: Sesam und Süßkartoffel

Nach den zwei Platten mit Fleisch und Gemüse sind wir satt, fühlen uns aber nicht beschwert. „Noch mal von vorne?“, scherzt Hochstrate. Heute nicht. Wir sind neugierig aufs Dessert. Ich nehme Schwarzes-Sesam-Eis (7,50 €), das dunkelgrau ist und mit roten Himbeeren gereicht wird. Nicht zu süß, dafür aromatisch. Ich bin sehr angetan. Genauso wie meine Begleitung von der Sorte „Süßkartoffel“ (8 €).

Little Okinawa, Hellweg 28-30, Bochum, Mo+Di Ruhetag, 0234/640 630 30, little-okinawa.com

Küche: Japanische Küche aus der Urlaubsregion Okinawa. Es gibt kein Sushi. Dafür neben Shabu Shabu auch Hauptspeisen und kleinere Snacks.

Ambiente: Dezenter Asien-Style ohne Chichi. Ein Teil der Einrichtung des tollen Italieners Bassano, der zuvor hier gekocht hat, wurde übernommen.

Service: Statt Weihnachtsmarkt-Trubel genossen wir die Ruhe im noch leeren Lokal. Wir fühlten uns gut umsorgt. Fragen werden gerne beantwortet.

Preise: In Tokio würde man sich über den Fondue-Preis freuen (32/ 44,50 €). Wagyu-Rind vom heißen Stein gibt’s auch (44 €). Spieße ab 3,50 €.

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