Landpartie

Landpartie-Serie: die schönsten Eindrücke und süßesten Tiere

Die süßesten Schweinchen des Sauerlands: Ein vier Wochen altes Microferkel in den Händen von Bauer Heiner Korte in Menden.

Die süßesten Schweinchen des Sauerlands: Ein vier Wochen altes Microferkel in den Händen von Bauer Heiner Korte in Menden.

Foto: Ralf Rottmann

Essen.  Unsere Serie „Landpartie“ geht zu Ende. Wir haben die Bauern vom Niederrhein bis ins Sauerland durchs Jahr begleitet. Ein tierischer Rückblick.

Wir haben uns verguckt: In die Alpakas am Niederrhein, die schwarzen Schafe auf den Ruhrwiesen, die Microschweine im Sauerland. Das waren die Exoten zwischen Kuh und Huhn, als wir auf die Landpartie gegangen sind. Knapp ein Jahr lang haben wir besondere Höfe in unserer Region besucht, die Spezialitäten in den Läden und Cafés gekostet und die Bauern begleitet vom Spargel-Anstich bis zum Weihnachtsbaum.

Wir haben die „Berner Rose“ bewundert – und uns dabei nicht an Dornen gepiekst, denn das ist keine echte Blume, sondern eine Tomate. Und Dornen, so haben wir gelernt, hat auch die Rose nicht. Sondern Stacheln.

Stutenmilch und Spaghettikürbis

Wir kosteten süße Stutenmilch, aromatischen Spaghettikürbis sowie die „Scharfe Else“ – einen Käse mit Chili. Und auch eine neue Kohlsorte: Flower Sprout – eine köstliche Kreuzung aus Rosen- und Grünkohl.

Die dümmsten Bauern haben die dicksten Kartoffeln? Von wegen. Die Landwirte, denen wir begegnet sind, wissen sehr wohl, was sie tun. Sie haben oft studiert, von früheren Generationen gelernt und machen sich mehr Gedanken über Tiere und Böden als es die meisten Supermarkt-Kunden tun. Viele Bauern haben sich eine Nische gesucht, um sich der Macht des Marktes zu entziehen und trotzdem überleben zu können.

Wie viel Platz hatten Huhn und Hahn?

Die Serie hat auch uns verändert: Wir denken mehr darüber nach, wo wir was kaufen, wie Obst und Gemüse angebaut wird, wie das Fleisch auf unserem Teller landet. Was bekam das Schwein zu fressen, bevor es für uns geschlachtet wurde? Wie viel Platz hatte das Huhn – und durfte es je eine Wiese sehen, bevor es für uns Eier legte?

Der nächste gute Hof ist nicht weit

Der nächste gute Hof ist nicht weit. Es ist ein schönes Gefühl, die Milch direkt vor Ort am Automaten in Glasflaschen zu zapfen und eine frische Gurke in einen Korb zu legen, statt sie in der Plastikfolie aus dem Supermarkt nach Hause zu tragen.

Jeder Bauernhof, den wir besucht haben, war eine Landpartie wert. Spätestens wenn das Frühjahr naht, machen auch Sie sich gern auf den Weg. Es ist mehr als ein Einkauf. Es ist ein Erlebnis.

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