Bielefeld/Düsseldorf. Die Beerdigungsbranche hat keine Nachwuchsprobleme. Vor allem junge Frauen drängen heute in den Beruf, der früher einmal eine Männerdomäne war.

Um in die Sarghalle zu gelangen, muss Marvin Vemmer eine Treppe hinuntergehen, die in den Keller führt. „Das hier ist der Ausstellungsraum“, erklärt der junge Mann, während er mit der Hand die Tulpenschrauben eines Sargoberteils aufdreht. „Die meisten Leute haben noch nie so viele Särge auf einmal gesehen. Aber letzten Endes kommen sie ja hier runter, um einen Sarg auszusuchen.“ Marvin Vemmer arbeitet in der vierten Generation für das Bielefelder Bestattungsunternehmen Vemmer, einem Familienbetrieb. Den Abschluss als Bestattungsfachkraft hat er vor zehn Jahren gemacht. Aus der Praxis weiß er: „Wenn jemand zum Bestatter kommt, dann erwartet er eine friedliche und einfühlsame Atmosphäre.“