Kraut & Rüben

Achtung, Wühlmausalarm!

Stumpfes Maul, feine Nase: die Wühlmaus

Stumpfes Maul, feine Nase: die Wühlmaus

Foto: imago

„Hiiiilfe“, schrieb Frau Friedrich aus Essen, „ich glaube, wir haben Wühlmäuse“. Ou- ou-ou, das wird nicht einfach. Wühlmäuse sind hartnäckiger als Maulwürfe, und die sind ja schon nicht einfach wegzubekommen.

Der bei uns immer so wunderbar funktionierende Maulwurfpiepser (oder -brummer, es gibt sie ja in den unterschiedlichsten Tonlagen) soll Wühlmäuse nicht besonders jucken, habe ich gehört. Wahrscheinlich sind Wühlmäuse stocktaub.

Jedenfalls buddeln sie im Gegensatz zu Maulwürfen nicht tief in der Erde ihre Gänge, sondern knapp unterm Boden. Schieben mit ihren Pfoten alle fünf bis zehn Meter die Erde beiseite oder drücken sie nach oben weg: das ergibt oft krümelige, pyramidenartige Hügel etwa auf dem Rasen oder im Staudenbeet, meistens kann man ihre Gänge kurz unter der Erde an den leichten Erhebungen des Bodens erkennen. Das Allerschlimmste aber: Maulwürfe jagen Würmer und Insekten, Wühlmäuse aber haben es auf die Wurzeln von Pflanzen abgesehen. Vor allem junge Obstbäume, Beerenobststräucher und Ziergehölze wie Rosen oder Clematis lassen den Wühlmäusen das Wasser im stumpfen Maul zusammenlaufen. Umso wichtiger, den Nagern den Kampf anzusagen.

Eine Falle in die Gänge stellen

Dazu bohrt man am besten einen Holzstab rund um die Hügel in den Boden, um herauszufinden, wo die Gänge entlangführen – da, wo der Stab kaum noch auf Widerstand stößt, ist ein Wühlmaus-Flur. Den sollte man mit einem beherzten Querschnitt freilegen, um genau dort die Falle zu platzieren. Als Köder eignen sich ein Stück Sellerie, Apfel, Kartoffel oder Möhre. Vor dem Aufstellen der „Durchgangsfallen“ (aus Metall oder Kunststoff) sollte man die Hände mit Erde abreiben oder Handschuhe anziehen – Wühlmäuse haben eine äußerst empfindliche Nase und riechen, wo Menschen ihre Spuren hinterlassen haben. Eine Falle reicht in der Regel aus, nach drei Wochen konsequentem Mäusefang hat man viel erreicht. Und wer seine Wurzeln in Zukunft schützen möchte, kann sie noch mit Karnickeldraht umgeben (Maschenweite: höchstens 15 Millimeter).

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