Windenergie

Zu wenig Ertrag – Mark-E verkauft drei Windparks

Foto: dpa

Hagen/Lüdenscheid.   Der Hagener Energieversorger Mark-E sagt sich von seinen Windparks im Hunsrück und in der Eifel los. Die Anlagen sind an eine Steag-Tochter verkauft.

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Der regionale Energieversorger Mark-E hat seine drei Windparks Klosterkumbd und Rayerschied im Hunsrück sowie Schöneseiffen in der Eifel mit einer Gesamtleistung von 40 Megawatt an die Steag-Tochter New Energies mit Sitz in Saarbrücken verkauft. Das teilte das Hagener Unternehmen gestern mit. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben.

Windkraftanlagen haben hohe Erwartungen nicht erfüllt

Zumindest die Windkraftanlagen im Hunsrück, in die Mark-E in den Jahren 2011 und 2012 nach Informationen dieser Zeitung einen zweistelligen Millionen-Betrag investiert hatte, um sein Geschäft mit Windenergie auszubauen, sollen die Erwartungen nicht erfüllt haben: Die Ertragslage soll nie der Prognose entsprochen haben.

Um den Unternehmensverbund Enervie – ein Zusammenschluss aus Mark-E und den Stadtwerken Lüdenscheid – wieder in finanziell sicheres Fahrwasser zu lenken, nachdem die eigenen Kohle- und Gaskraftwerke in Zeiten der Energiewende und der so genannten Stromnetz-Insellage ein Millionendefizit verursacht hatten, wanderten die Windparks auf die De-Investitionsliste – ließen sich aber gar nicht so leicht zu Geld machen. Ein Tochterunternehmen der Commerzbank hat den Deal jetzt auf den Weg gebracht.

Verkauf als "Beitrag zur Entschuldung" von Enervie

Für Enervie sei der Verkauf „ein wichtiger Beitrag zur Entschuldung“, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Immerhin: Mark-E wird die technische Betriebsführung der Anlagen und die Vermarktung des Stroms fortführen.

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