Handwerk

Zahl der Bäckereien und Fleischereien in NRW weiter gesunken

Bäcker Walter Lübben aus Mülheim (65) hört Ende des Jahres auf und sucht noch einen Nachfolger.

Bäcker Walter Lübben aus Mülheim (65) hört Ende des Jahres auf und sucht noch einen Nachfolger.

Foto: Lars Heidrich/FUNKE Foto Services

Düsseldorf.   Der Mangel an Nachwuchs belastet das Lebensmittelhandwerk – nicht der einzige Grund, warum Bäckereien und Fleischereien den Betrieb einstellen.

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Immer mehr traditionelle Bäckereien und Fleischereien in Nordrhein-Westfalen geben auf. In den vergangenen zehn Jahren sank die Zahl der handwerklichen Bäckereien im bevölkerungsreichsten Bundesland um rund ein Drittel von 2396 auf nur noch 1631.

Fast im Gleichschritt verringerte sich die Zahl der Fleischer-Fachbetriebe von 2546 Ende 2008 auf 1664 Ende 2018, wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) berichtete.

„Seit einigen Jahren schließen im Bäcker- und Fleischerhandwerk jedes Jahr mehr Betriebe als neue eröffnet werden“, sagte der Sprecher der Arbeitsgemeinschaft der Fachverbände des Lebensmittelhandwerks, Herbert Dohrmann, der Deutschen Presse-Agentur.

Nachwuchsmangel – und Konkurrenz durch Ketten

Den Fachbetrieben macht die Konkurrenz der großen Handelsketten wie Edeka, Rewe, Aldi oder Lidl zu schaffen. Hinzu kommen Fachkräftemangel und das gesunkene Interesse von Schulabgängern an einer Ausbildung zum Bäcker oder Metzger. Oft steht auch kein Nachfolger für alterende Eigentümer bereit.

In Nordrhein-Westfalen war das Ladensterben sogar noch etwas stärker ausgeprägt als im gesamten Bundesgebiet. In Deutschland insgesamt sank die Zahl der in der Handwerksrolle eingetragenen Bäckereien seit Ende 2008 um knapp 30 Prozent auf 10 926 Betriebe, die Zahl der Fleischereibetriebe verringerte sich von 18 320 auf 12 879. (dpa)

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