Neue Anbieter

Dienstleistungen im Wandel

Frank Meßing

Frank Meßing

Foto: Kai Kitschenberg / Kai Kitschenberg/ FUNKE Foto Services

Immer mehr Menschen sind auf haushaltsnahe Dienstleistungen angewiesen - als Kunden und Mitarbeiter. Das hat auch eine soziale Dimension.

Menschen werden immer älter und Berufstätige haben immer weniger Zeit. Einkaufen, Rasenmähen oder Fenster putzen fällt breiten Bevölkerungsschichten aus den unterschiedlichsten Gründen zunehmend schwerer. Es ist deshalb nur folgerichtig, dass es immer mehr Anbieter haushaltsnaher Dienstleistungen gibt.

Der Aldi-Lieferant Medion bietet Käufern von Fernsehern und Smartphones die Plattform Mila an. Technik-Freaks aus der Nachbarschaft helfen bei der Einrichtung technischer Geräte. Hausmeister machen sich selbstständig, um Nachbarn zur Hand zu gehen. Uber macht dem Taxigewerbe Konkurrenz. Jetzt kommt auch die Ikea-Tochter Task Rabbit ins Ruhrgebiet und vermittelt nicht nur Kräfte, die beim Aufbau des Billy-Regals aus dem schwedischen Möbelhaus helfen.

Der Markt mit haushaltsnahen Dienstleistungen boomt aber nicht nur, weil es einen wachsenden Bedarf bei den Kunden gibt. Das Phänomen hat auch eine soziale Komponente: Viele Rentner, Studenten, aber auch geringfügig Beschäftigte sind darauf angewiesen, ihr Einkommen aufzubessern, um über die Runden zu kommen. Menschen, die mit mehreren Stellen ihren Lebensunterhalt verdienen, sind längst keine Einzelfälle mehr.

Fragen, ob diese Jobber sozialversichert sind und durch sehr viel günstigere Preise dem örtlichen Handwerk schaden, rücken dabei freilich in den Hintergrund.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben