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TikTok will gegen Erlass von US-Präsident Trump klagen

Tanzen, singen, Streiche spielen: Das ist die Trend-App TikTok

TikTok ist das Top-Thema auf deutschen Schulhöfen. Die Kurzvideo-App begeistert Millionen Kinder und Jugendliche – aber sie ist nicht unumstritten.

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Washington.  TikTok will gegen den Erlass von Donald Trump juristisch vorgehen. Ein Verkauf des US-Geschäfts scheint aber weiter wahrscheinlich.

Die Betreiber der Video-App TikTok holen zum Schlag gegen Donald Trump aus. Sie haben jetzt eine Klage gegen den Erlass des US-Präsidenten angekündigt. Trump will den chinesischen Eigentümer der App zu einem raschen Verkauf des US-Geschäfts zwingen.

TikTok will die Klage voraussichtlich in der kommenden Woche einreichen. Die Regierung „hat nicht auf Fakten geachtet und versucht, sich in die Verhandlungen privater Unternehmen einzumischen“, hieß es in einer Stellungnahme von Samstag. Daher sei es trotz anhaltender Bemühungen nicht möglich gewesen, gemeinsam eine konstruktive Lösung zu finden.

Weitere Einzelheiten zu der Klage teilte TikTok nicht mit. Das Unternehmen könnte sich aber um eine einstweilige Verfügung bemühen, um die von der US-Regierung gesetzten Fristen auszuhebeln. Im Erfolgsfall bliebe dann mehr Zeit, sich um einen Verkauf des US-Geschäfts zu bemühen.

TikTok-Verkauf in den USA könnte juristische Probleme lösen

Durch den Verkauf an ein US-Unternehmen könnten die juristischen Probleme gelöst werden. Mehrere Konzerne haben bereits ihr Interesse bekundet. So ist Microsoft in Verhandlungen.Einem Medienbericht zufolge soll auch Twitter Gespräche geführt haben.

Trump hatte Anfang August unter Verweis auf die Datensicherheit Geschäfte von US-Amerikanern mit TikTok untersagt, den Vollzug der Verfügung allerdings bis Mitte September ausgesetzt. Wenn sie greifen sollte, würde das wohl das Ende der App in den USA bedeuten, wo TikTok nach eigenen Angaben 100 Millionen Nutzer hat.

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Vergangene Woche ordnete Trump dann noch an, dass Bytedance, zu dem TikTok gehört, sich binnen drei Monaten von allen Daten von Nutzern in den Vereinigten Staaten trennen müsse. Auch dürfe Bytedance in den USA danach kein Eigentum mehr besitzen, das für den Betrieb von TikTok genutzt werde.

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Die Regierung in Washington warnt schon länger, über TikTok könnten Daten von US-Amerikanern in die Hände chinesischer Behörden geraten. TikTok hingegen versichert, Chinas Regierung habe keinen Zugriff auf Nutzerdaten. Die Daten von US-Nutzern würden in den USA gespeichert und verarbeitet. (dpa/jha)

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