Menden. Es sieht aus wie eine harmlose Voicemail-Benachrichtigung, doch dahinter steckt eine ernsthafte Gefahr: So können Sie sich schützen.

„Sie haben 1 neue Voicemail“ - diese Nachricht hat ein Mendener Bürger vergangene Woche als SMS erhalten. Was harmlos aussah, stellte sich als gefährliche Falle dar: Dem Mann droht jetzt eine teure Mobilfunkrechnung. Die Polizei warnt vor der Masche.

Denn hinter der Benachrichtigung stand ein Link, auf den der 73-jährige klickte, wie die Polizei berichtet. Als nächstes wurde er aufgefordert, ein Programm zu installieren, um die angebliche Nachricht abzuhören. Was er nicht wusste: Das Programm enthielt Schadsoftware, die hunderte kostenpflichtiger SMS über sein Smartphone verschickte.

Voicemail-Benachrichtigung per SMS: Dem Opfer droht hohe Mobilfunkrechnung

Das erfuhr der Mann erst, als sein Provider ihn informierte, dass sein Smartphone mit der Schadsoftware „Flubot“ befallen sei. Es gelang dem Mann, die Schadsoftware von seinem Gerät zu entfernen, doch die Rechnung für die verschickten SMS wird er wohl trotzdem bezahlen müssen. Er hat Anzeige erstattet.

In der Mitteilung erinnert die Polizei an eine ähnliche Masche, mit der Betrüger vor einiger Zeit etliche Menschen hinters Licht führten. Da waren es Paket-Benachrichtigungen, die als SMS eintrudelten - und auch hier wurden die Nutzer dazu gebracht, eine Software zu installieren, mit der sie sich nichtsahnend die Schadsoftware auf ihr Smartphone holten.

Schadsoftware auf dem Smartphone - Diese Tipps gibt die Polizei

Die Polizei warnt deshalb:

  • Laden Sie sich keine Apps aus unbekannten Quellen herunter.
  • Wenn Sie Nachrichten bekommen, die Ihnen verdächtig vorkommen, löschen Sie sie am besten, ohne auf enthaltene Links zu klicken.

Wenn sich eine Schadsoftware wie Flubot auf einem Smartphone einnistet, kann der Besitzer unwissentlich selbst zum Versender solcher Nachrichten werden. Außerdem kann die Software versuchen, auf Kontakt- und Bankdaten des Besitzers zuzugreifen. (red)