Vassiliadis warnt Merkel vor planlosem Braunkohle-Ausstieg

Essen.   Vor einem überhasteten Ausstieg aus der Braunkohle warnt Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE). Damit reagiert er auf Äußerungen von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, die angekündigt hatte, nach der Bundestagswahl über einen sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohle reden zu wollen. Ein Ausstiegsdatum nannte sie aber nicht.

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Vor einem überhasteten Ausstieg aus der Braunkohle warnt Michael Vassiliadis, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE). Damit reagiert er auf Äußerungen von Kanzlerin und CDU-Chefin Angela Merkel, die angekündigt hatte, nach der Bundestagswahl über einen sozialverträglichen Ausstieg aus der Braunkohle reden zu wollen. Ein Ausstiegsdatum nannte sie aber nicht.

„Ich verstehe Angela Merkels Äußerungen so, dass sie eben nicht beziffern kann, wann die Braunkohleverstromung in Deutschland enden wird“, sagte Vassiliadis dieser Zeitung. Dass Deutschland nach einem Konzept suche, die Energiewende umzusetzen und gleichzeitig die Stromversorgung zu sichern, sei nachvollziehbar. „Aber das wird nur mit bezahlbaren Investitionen in neue Technologien und mit Innovationen gelingen. Schließlich müssen wir schon das Ende der Kernkraft 2022 kompensieren“, sagte Vassiliadis.

Die IGBCE hat bisher Verhandlungen über einen Ausstieg stets mit dem Hauptargument abgelehnt, niemand wisse, wann genügend Ökostrom und vor allem die für wind- und sonnenarme Zeiten nötigen Speichermedien vorhanden seien, um Kohlekraftwerke überflüssig zu machen. Und sollten klimafreundlichere, aber deutlich teurere Gaskraftwerke die Lücken füllen, müsste der Strompreis deutlich steigen.

„Ich erwarte von der Bundeskanzlerin und einer neuen Bundesregierung mehr als nur den nächsten planlosen Ausstieg“, so Vassiliadis.

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