Quartalsbilanz

Thyssenkrupp tief in roten Zahlen: Stahlgeschäft unter Druck

Die Thyssenkrupp-Zentrale in Essen: Der Stahl- und Industriekonzern steht unter Druck. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres schrieb er tiefrote Zahlen.

Die Thyssenkrupp-Zentrale in Essen: Der Stahl- und Industriekonzern steht unter Druck. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres schrieb er tiefrote Zahlen.

Foto: André Hirtz / FUNKE Foto Services

Essen.  Thyssenkrupp ist mit höheren Verlusten ins neue Geschäftsjahr gestartet als erwartet. Der Stahlkonzern schrieb im ersten Quartal tiefrote Zahlen.

Der angeschlagene Stahl- und Industriekonzern Thyssenkrupp hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres tiefrote Zahlen geschrieben. Dabei fielen die Verluste deutlich höher aus als von Analysten erwartet.

Der Nettofehlbetrag belief sich in den drei Monaten per Ende Dezember auf 372 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Essen mitteilte. Im Vorjahresquartal hatte Thyssenkrupp noch einen Gewinn von 60 Millionen Euro verzeichnet.

Stahlgeschäft von Thyssenkrupp im ersten Quartal unter Druck

Vor allem das Stahlgeschäft lief schwach. Dazu belasteten Restrukturierungskosten für den Konzernumbau, höhere Zinsaufwendungen für Finanzschulden sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der geplanten Trennung vom Aufzuggeschäft.

Operativ verdiente Thyssenkrupp bereinigt um Sondereffekte deutlich weniger. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach um 77 Prozent auf 50 Millionen Euro ein. Den größten Gewinn lieferte das Aufzuggeschäft, das einen operativen Gewinn von 228 Millionen Euro beisteuerte. Der Konzernumsatz fiel um 1 Prozent auf knapp 9,7 Milliarden Euro. Der Ausblick wurde bestätigt. (dpa)

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