Prognose

Regierung erwartet 2018 Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent

Wirtschaftsforscher erwarten mehr Wachstum

Mehr Wachstum, weniger Arbeitslose, hohe Überschüsse: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute heben ihre Konjunkturprognosen an.

Mehr Wachstum, weniger Arbeitslose, hohe Überschüsse: Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute heben ihre Konjunkturprognosen an.

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Berlin  Laut Prognose geht es Deutschland gut. Das BIP steigt um 2,3 Prozent, etwas weniger als erwartet. Der Konsum sichert den Wohlstand.

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Die Bundesregierung erwartet einen anhaltenden wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland. Für das laufende Jahr rechnet sie mit einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 2,3 Prozent, für das kommende Jahr mit einem Plus von 2,1 Prozent. Die deutsche Konjunktur bleibe schwungvoll, sagte Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Mittwoch in Berlin.

Im Vergleich zum Jahreswirtschaftsbericht wurde die Prognose für 2018 ganz leicht zurückgefahren. Im Januar hatte die Regierung noch mit einem Plus von 2,4 Prozent gerechnet.

Altmaier sagte, auch die Menschen profitierten vom Aufschwung. Die Einkommen würden auch in den kommenden Jahren spürbar zulegen, die Beschäftigung werde bis zum Jahr 2019 noch einmal um eine Million Personen zunehmen: „Das sind wichtige Schritte auf dem Weg hin zur Vollbeschäftigung.“ Zwar befinde sich die Wirtschaft gesamtwirtschaftlich in einer Überauslastung, eine „Überhitzung“ sei jedoch nicht erkennbar.

Konsum sorgt für gute Zahlen

Garant für den Aufschwung bleibt demnach der Konsum, der in beiden Jahren kräftiger wachsen soll als 2017. Auch blieben deutsche Waren und Dienstleistungen im Ausland gefragt. „Unsere Exportwirtschaft behauptet sich erfolgreich in einer Weltwirtschaft, die lebhaft wächst“, sagte Altmaier. Die Unternehmen würden wieder kräftig in neue Maschinen und Anlagen investieren. Die Bauinvestitionen dürften angesichts niedriger Zinsen und einer hohen Nachfrage rege bleiben, doch stoße die Baubranche zunehmend an Kapazitätsgrenzen.

Der von US-Präsident Donald Trump kritisierte deutsche Handelsüberschuss wird den Prognosen zufolge bis 2019 sinken. Mit 7,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes fiele der Leistungsbilanzüberschuss dann so gering aus wie zuletzt 2014. Die EU-Kommission sieht allerdings schon Werte von mehr als sechs Prozent als stabilitätsgefährdend an, da Ländern mit hohen Überschüssen welche mit enormen Defiziten gegenüberstehen.

Trump und Merkel werden wohl über Exportüberschüsse sprechen

Wenige Tage vor dem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel bei Trump dürfte diese Prognose im Weißen Haus auf Interesse stoßen: Denn ein wichtiger Kritikpunkt Trumps ist der Exportüberschuss. Es wird erwartet, dass dies Thema der Gespräche mit Merkel am Freitag sein wird.

Die Frühjahrsprojektion dient den Steuerschätzern als Vorlage für ihre Hochrechnungen, die im Mai anstehen. Diese wiederum geben den Rahmen für die Aufstellung der öffentlichen Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen vor. (dpa/rtr)

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