Bergwerk Prosper-Haniel

Mammutprojekt steht früher als geplant vor der Fertigstellung

Der Schild hängt im Transportrahmen. Der 2,5 Kilometer lange Schwertransport mit einem Gesamtgewicht von 60 Tonnen kann beginnen.

Foto: RAG

Der Schild hängt im Transportrahmen. Der 2,5 Kilometer lange Schwertransport mit einem Gesamtgewicht von 60 Tonnen kann beginnen. Foto: RAG

Direktumzug der Gruppe-C-Schilde und Herrichtung der Bauhöhe 124 gehen Hand in Hand. Langjährige Erfahrungen der Mitarbeiter zahlen sich aus.

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Die Herrichtung der Bauhöhe (BH) 124 im Flöz Zollverein steht kurz vor der Fertigstellung. Dank vorausschauender Planung und der guten Zusammenarbeit aller Beteiligten auf dem Bergwerk ProsperHaniel konnten die ersten Probeläufe deutlich früher als geplant statt nden.

Besonderes Augenmerk lag bei den Herrichtungsarbeiten auf dem Direktumzug der Gruppe-C-Schilde. Insgesamt 215 Exemplare – jedes 40 Tonnen schwer – raubten die Mitarbeiter aus der Bauhöhe 121 und transportierten sie anschließend zur BH124. Eine Mammutaufgabe, bei der es galt, die jeweils 60 Tonnen schweren Transporteinheiten über eine 2,5 Kilometer lange Strecke zu bewegen. Die Raubleistung betrug von Ende vergangenen Jahres bis Januar 2018 zwischen 4,7 und 8,2 Schilde am Tag.

Erwartungen übertroffen

Ebenso erfolgreich wie der Direktumzug verliefen auch die weiteren Arbeiten, die meist zügiger ihren Abschluss fanden, als es die Planungen ursprünglich vorsahen. Zu den Aufgaben der Fachkräfte zählten beispielsweise die Erstellung des Netzhemds und des Transportwegs, der Aufbau der Infrastruktur sowie die Herrichtung des Betriebs vom Streckenpanzer bis zum Walzenschrämlader SL750. Die Planung des Projekts lag in den Händen des Abbau-Abteilungsleiters Jörg Urbansky. In Lean-Workshops entwickelten Führungskräfte und Mitarbeiter, die die Arbeit unter Tage durchführten, Ablaufpläne und prüfen diese. Zusätzlich stimmten die Verantwortlichen mehr als 170 Einzelvorgänge aufeinander ab und integrierten sie in den Gesamtprojektplan.

Hohe Leistungsbereitschaft

„Die gute Zusammenarbeit der Bereiche Abbau, Logistik und Instandhaltung sowie der Stabsstelle und des Belegschaftsschutzes waren der Schlüssel zum Erfolg“, sagt Urbansky. Die einzelnen Arbeitsabläufe hätten wie Zahnräder ineinandergegriffen. Zudem hätten die Teammitglieder immer direkt auf Abweichungen reagiert und sich gegenseitig unterstützt. Jeder Mitarbeiter – ob von der RAG oder von der Partnerfirma Thyssen – habe volle Leistungsbereitschaft gezeigt und es so ermöglicht, das Projekt „Direktumzug BH124“ früher als geplant fertigzustellen, unterstreicht Projektleiter Urbansky.

Die Mannschaft profitierte auch von den Erfahrungen aus dem Direktumzug von der Bauhöhe 123 zur BH121. Stellvertretend für die Verbesserungen stand beispielsweise der Einsatz einer von Mitarbeitern entwickelten Plattform auf dem Walzenschrämlader, die die Arbeitssicherheit erhöhte und die Effizienz bei der Erstellung des Kettenhemds deutlich steigerte. Positiv auf das Projektergebnis wirkten sich auch die 30 Zentimeter breiteren Endfeldmatten sowie die um insgesamt 80 Zentimeter verlängerten Grubenausbau-I-Schienen auf den Schilden aus.

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