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Wer Fachkräfte will, muss auch an Lärmschutz denken / Institut für Arbeitsschutz: Lärm ist in vielen Branchen mit Fachkräftemangel ein Problem

| Lesedauer: 3 Minuten
Gehörschutz am Arbeitsplatz: Betriebe, die den Schutz der Gesundheit ihrer Beschäftigten ernst nehmen - zum Beispiel den Schutz vor lärmbedingten Gesundheitschäden - machen sich damit auch als Arbeitgeber attraktiv. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65320 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Gehörschutz am Arbeitsplatz: Betriebe, die den Schutz der Gesundheit ihrer Beschäftigten ernst nehmen - zum Beispiel den Schutz vor lärmbedingten Gesundheitschäden - machen sich damit auch als Arbeitgeber attraktiv. / Weiterer Text über ots und www.presseportal.de/nr/65320 / Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Veröffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

Berlin (ots) - Lärmprävention am Arbeitsplatz schützt nicht nur die Gesundheit von Beschäftigten, sondern kann ein Argument für die Personalerhaltung und -gewinnung in besonders lärmbelasteten Branchen sein. Zu dem Schluss kommt das Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA). Dabei stützt es sich auf Ergebnisse seines Risikoobservatoriums, einer Befragung von mehr als 800 Fachleuten für Prävention. In 15 von 42 untersuchten Branchen ist Lärm demzufolge eine Belastung für die Beschäftigten. Gleichzeitig leiden diese Branchen unter bestätigtem Fachkräftemangel.

Lärm ist ein bekanntes Problem im Arbeitsschutz. Sowohl gehörschädigender Lärm als auch der sogenannte extra-aurale Lärm stehen dabei im Fokus der Prävention. Extra-auraler Lärm liegt unterhalb des Arbeitsplatz-Grenzwertes von 85 Dezibel, ab dem Gehörschutz zu tragen ist. Er wirkt damit nicht gehörschädigend, kann aber Stressreaktionen auslösen und ebenfalls gesundheitliche Beschwerden zur Folge haben.

"Solchen potenziell stressigen Lärm finden wir beispielsweise in Kitas", sagt Professor Dietmar Reinert, IFA-Direktor und Koordinator im Risikoobservatorium, "Gehörschädigende Lärmpegel hingegen treten eher im gewerblichen Bereich auf, zum Beispiel im Elektrohandwerk. In den genannten Branchen und einigen mehr belegt der Lärm in unserer Befragung tatsächlich vordere Plätze unter den Faktoren, die aus Arbeitsschutzsicht besonders kritisch sind." Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse, dass in nahezu allen besonders lärmbelasteten Branchen Fachkräfte abwandern und fachlicher Nachwuchs fehlt.

Reinert: "Natürlich ist Lärm nicht der einzige Grund, warum Menschen sich entscheiden, den Beruf oder die Branche zu wechseln. Lärm kann aber ein Indiz sein, dass Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit vernachlässigt werden. Aus meiner Sicht sind Arbeitsschutz und Fachkräftemangel eng miteinander verzahnt. Will heißen: Gesunde Arbeitsbedingungen und erfolgreiche Prävention können das Image einer Branche verbessern und machen sie so für Fachkräfte und Auszubildende attraktiv. Viele Betriebe nutzten bereits das Potenzial von Sicherheit und Gesundheit, um Fachkräfte für sich zu gewinnen und an sich zu binden. Diese Beispiele sollten unbedingt Schule machen!" Die Ergebnisse des Risikoobservatoriums geben Hinweise, in welchen Branchen besonderer Handlungsbedarf für die Einrichtungen und Betriebe besteht.

Berufsgenossenschaften und Unfallkassen beraten Betriebe und Einrichtungen dazu, wie sie Lärm an Arbeitsplätzen verringern können. Umfassende Informationen und Handlungshilfen zum Lärmschutz stellen die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und auch das IFA kostenlos zur Verfügung.

Informationen zum Thema Lärm:

https://www.dguv.de/de/mediencenter/publikation/index.jsp

https://www.dguv.de/fb-holzundmetall/sg/sg_falv/laerm/index.jsp

https://www.dguv.de/ifa/fachinfos/laerm/index.jsp

Details zum DGUV Risikoobservatorium:

https://www.dguv.de/ifa/fachinfos/arbeiten-4.0/risikoobservatorium/index.jsp

Pressekontakt:

Stefan Boltz Pressesprecher Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen Tel.: +49-30-130011414 presse@dguv.de

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