Digitalwährung

PayPal steigt bei Facebooks Kryptowährung Libra aus

Der Zahldienstleister PayPal steigt bei Facebooks geplanter Kryptowährung Libra aus.

Der Zahldienstleister PayPal steigt bei Facebooks geplanter Kryptowährung Libra aus.

Foto: Andre M. Chang via www.imago-images.de / imago images/ZUMA Press

Washington.  PayPal steigt bei Libra, der von Facebook geplanten Kryptowährung, aus. Auch Visa und Mastercard sollen über einen Austritt nachdenken.

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Rückschlag für Facebook: Der Internetkonzern plant den Aufbau einer weltweiten Digitalwährung. Der US-Zahlungsdienstleister PayPal zieht sich nun als Mitglied aus der Libra Association zurück, die als Organisation hinter der Digitalwährung gegründet wurde.

Wie PayPal am Freitag (Ortszeit) mitteilte, wolle man sich auf sein eigenes Kerngeschäft beschränken. Neben großen Tech-Firmen wie Uber und Spotify zählen nach dem Ausstieg von PayPal noch 28 weitere Mitglieder zur Libra Association.

Digitalwährung Libra könnte wichtige Rolle spielen

Diese Zahl könnte sich jedoch bald noch stärker reduzieren. Auch die Kreditkartenunternehmen Visa und Mastercard sollen einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge über ihren Austritt nachdenken.

Die von Facebook geplante Digitalwährung könnte aufgrund der Popularität des sozialen Netzwerks langfristig eine wichtige Rolle spielen – Facebook hat rund 2,4 Milliarden registrierte Nutzer. Widerstand gegen Libra kommt von Notenbanken, Aufsichtsbehörden und Politikern. Mehrere Staaten wollen die geplante Facebook-Währung Libra verhindern.

Apple-Chef Tim Cook gegen Kryptowährungen

Auch Apple-Chef Tim Cook ist kein Befürworter von Kryptowährungen. Wie er der französischen Tageszeitung „Les Echos“ (Interview auf Französisch) sagte, sollen Währungen in den Händen der Länder bleiben. Unternehmen sollten keine Regierungsaufgaben bekommen, da sie nicht gewählt werden. „Eine private Firma sollte nicht versuchen, sich auf diese Weise Macht zu verschaffen“, so Cook.

Der Internet-Gigant Facebook steht immer wieder im Fokus der Kritik, besonders beim Thema Datenschutz. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Telefonnummern von rund 420 Millionen Nutzern öffentlich im Netz zugänglich waren. Im August kam heraus, dass Sprachaufnahmen aus dem Messenger angehört und abgetippt wurden.

(rtr/lhel)

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