Elektroautos

NRW macht sich Hoffnung auf Teslas Elektroauto-Fabrik

Tesla-Chef Elon Musk schaut sich auch in NRW nach einem Standort für eine E-Autofabrik um.

Tesla-Chef Elon Musk schaut sich auch in NRW nach einem Standort für eine E-Autofabrik um.

Foto: Chris Carlson / dpa

Essen/Düsseldorf.  Der Autobauer Tesla hat sich in NRW mögliche Standorte für eine Fabrik angesehen. Konzernchef Elon Musk tummelt sich aber auch in Niedersachsen.

Auf der Suche nach einem deutschen Standort für eine Fabrik hat sich der US-Elektroautobauer Tesla auch Flächen in Nordrhein-Westfalen angeschaut. „Es stimmt, dass solche Gespräche laufen“, sagte ein Insider unserer Redaktion. Für welche möglichen Landstriche sich Konzernchef Elon Musk interessiert, blieb zunächst unklar. Die „Rheinische Post“ hatte berichtet, das Rheinische Revier könne in Frage kommen.

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) wollte am Montag nicht auf die Diskussion über Tesla und mögliche Produktionsstandorte in NRW eingehen. „Solange wir eine Chance auf die Ansiedlung eines solchen Unternehmens haben, werde ich mich dazu nicht äußern“, sagte Pinkwart in Düsseldorf. Der Investor selbst habe kein Interesse daran, dazu öffentlich Stellung zu nehmen. „Und so verhalten wir uns als Landesregierung auch“, so Pinkwart.

Tesla sucht Standort für Fabrik – Norddeutschland im Blick Bei den Tesla-Planungen steht NRW allerdings im Wettbewerb mit dem Nachbarland Niedersachsen. Dessen Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hatte entsprechende Gespräche vor wenigen Tagen bestätigt. Nach Informationen der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ kommen die Stadt Emden und das Emsland als Standorte für die E-Auto-Produktion in Frage.

NRW konkurriert mit Niedersachsen

Tesla wollte sich zu den Spekulationen nicht äußern. Wann das Unternehmen eine Entscheidung trifft, ist nach Ministeriumsangaben noch unklar. Zuletzt hatte sich Althusmann im September 2018 in einem Brief an Tesla-Chef Elon Musk gewandt, um abermals auf die Standortvorteile Niedersachsens hinzuweisen.

Derweil geht das Werben an Rhein und Ruhr um den begehrten US-Konzern weiter. „Natürlich wäre das ein Glücksfall für NRW“, sagte Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Eine offene Frage sei aber, was Tesla an dem Standort plane. „Tesla sucht sicher ein Gelände mit guter Logistik“, so der Auto-Professor. In Münster unterstützen Bund und Land finanziell massiv eine Batterieforschungsfabrik.

Ruhrgebiet sieht sich für E-Mobilität gut aufgestellt

Bislang spricht wenig dafür, dass Tesla auch im Ruhrgebiet angeklopft haben könnte. Größere Flächen stehen auf dem ehemaligen Opel-Werk in Bochum, nahe dem Chemiepark Marl und im Gewerbegebiet New Park bei Datteln zur Verfügung. Wirtschaftsförderer Rasmus C. Beck sieht im Revier gute Rahmenbedingungen für den Bau von Elektroautos. „Das Ruhrgebiet kann als Deutschlands größte Urbanität ein Reallabor für neue Mobilität werden“, sagte der Geschäftsführer der Business Metropole Ruhr unserer Redaktion. Außerdem bietet es mit seinen Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Automotive-Unternehmen geeignete Voraussetzungen für Produktionsprozesse in der Batterieentwicklung bis hin zu IT und Logistik.“

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