Krombacher setzt auf „0,0-Alkohol“

Düsseldorf/Kreuztal.   Die Krombachergruppe meldet beim Umsatz und beim Ausstoß ein „Allzeithoch“. Nach eigenen Angaben ist die größte deutsche Biermarke über dem Marktniveau gewachsen. Mit knapp zehn Prozent Marktanteil kommt Deutschlands 2016 meistverkauftes Pils aus dem Siegerland. Auch das Radler liegt weiter klar auf dem Spitzenverkaufsplatz. Die Zahlen aus dem letzten Jahr stimmen die Geschäftsleitung insgesamt „sehr, sehr zufrieden“, wie Technikgeschäftsführer Helmut Schaller betont. Immer stärker in den Fokus rücken jedoch die alkoholfreien Produkte.

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Die Krombachergruppe meldet beim Umsatz und beim Ausstoß ein „Allzeithoch“. Nach eigenen Angaben ist die größte deutsche Biermarke über dem Marktniveau gewachsen. Mit knapp zehn Prozent Marktanteil kommt Deutschlands 2016 meistverkauftes Pils aus dem Siegerland. Auch das Radler liegt weiter klar auf dem Spitzenverkaufsplatz. Die Zahlen aus dem letzten Jahr stimmen die Geschäftsleitung insgesamt „sehr, sehr zufrieden“, wie Technikgeschäftsführer Helmut Schaller betont. Immer stärker in den Fokus rücken jedoch die alkoholfreien Produkte.

Davon haben die Siegerländer mittlerweile jede Menge im Programm. Seit letztem Jahr gehört auch die Marke Vitamalz einzig und allein der Krombacher-Brauerei. Die Fassbrause, zwar unter Bierausstoß geführt, aber mit 0,0 Prozent Alkohol in der Flasche, kommt erstmals über die 100 000 Hektolitergrenze und ist in diesem Segment mit 29,1 Prozent Marktanteil nun auch führend. In diesem Jahr wird prompt eine neue Sorte auf den Markt gebracht: Cola&Orange, ganz früher und im Süden „Spezi“ genannt, soll den Absatz weiter anheizen.

Starkes Wachstum verzeichnet auch die Marke Schweppes, nicht nur mit den im Trend liegenden Tonics, sondern auch mit der Geschmacksrichtung „Wild Berry“. Zusammen mit der leicht schwächelnden Orangina und dem US-Getränk Dr. Pepper peilt das Unternehmen bei den Alkoholfreien außerhalb des Biersegments einen Gesamtausstoß von über einer Million Hektoliter im Jahr 2017 an.

Das Image der Nachhaltigkeit wird weiter sorgsam gepflegt

Auch die alkoholfreien Biere laufen mittlerweile schon traditionell gut. Seit 1999 das alkoholfreie Pils eingeführt wurde, „gab es jedes Jahr Wachstum“, blickt Vertriebschef Stephan Maulbach zurück.

Nun wird die Strategie weiter forciert: Ende Januar bringt Krombacher mit „Pils 0,0“ und Weizen 0,0“ zwei weitere Produkte im Segment alkoholfrei auf den Markt. Angst, sich selbst zu kannibalisieren und den Umsatz der erfolgreichen alkoholfreien Biere zu schmälern, gibt es in Krombach nicht. „Das 0,0 ist ein Erfrischungsgetränk ohne Alkohol im Gegensatz zu alkoholfreiem Biergenuss“, erläutert Marketingchef Uwe Riehs den Ansatz. Dem Lifestyle folgend, hätte Krombacher dieses Null-Alkohol-Variante wohl schon früher auf den Markt gebracht, aber erst jetzt scheinen Qualität und Geschmack soweit zu sein, dass der oberste Braumeister Helmut Schaller zufrieden mit dem Ergebnis ist.

Schließlich wird in Krombach das Image der Nachhaltigkeit besonders gern gepflegt. das gilt für die Qualität der Biere ebenso wie für das Gesamtpaket. Nicht umsonst legt man Wert darauf, zu einhundert Prozent Ökostrom zu beziehen. Ob der Strom tatsächlich rein aus Wasserkraft stammt, wie Schaller betont, sei dahingestellt. Immerhin würden 25 Prozent des Eigenstrombedarfs aus dem eigenen Blockheizkraftwerk gewonnen, das vor gut einem Jahr ans Netz ging. Alles in allem habe Krombacher seine CO2-Emissionen mittlerweile um fast 50 Prozent reduziert. Auch das gehört zur Marke, die mit dem frischen Felsquellwasser und der Talsperre wirbt und nun im 17. Jahr in Folge Wachstumsrekorde vermeldet. Wie viel am Ende in der Kasse bleibt, verrät das Inhaber geführte Unternehmen nicht, was es auch nicht muss. Auch der sparsame Umgang mit den eigenen Zahlen hat Tradition. so viel verrät Marketingchef Riehs dann doch: „Das Portemonnaie ist gut gefüllt.“ Zukäufe sind also durchaus möglich – wenn sie zur Marke passen.

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