Tarifverhandlungen

IG Metall fordert sechs Prozent mehr Gehalt für Stahlsektor

Die Tarifverhandlungen sollen am 10. Januar in Düsseldorf starten.

Die Tarifverhandlungen sollen am 10. Januar in Düsseldorf starten.

Foto: Daniel Bockwoldt/Archiv

Düsseldorf.  Für die Stahlindustrie stehen harte Tarifverhandlungen an. Die IG Metall fordert sechs Prozent mehr Lohn. Arbeitgeberverband lehnt die Forderungen ab.

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Die IG Metall geht mit einer Forderung nach 6,0 Prozent mehr Geld in die aktuelle Tarifrunde für die nordwestdeutsche Stahlindustrie. Darüber hinaus will sich die Gewerkschaft für die Einführung eines Urlaubsgelds in Höhe von jährlich 1800 Euro für die rund 72.000 Beschäftigten einsetzen, wie sie am Dienstag in Düsseldorf mitteilte.

Wahl zwischen Urlaubsgeld und zusätzliche Urlaubstage

Der Bezirksleiter der IG Metall und Verhandlungsführer Knut Giesler begründete die Forderung mit der aktuell guten wirtschaftlichen Situation der Branche. Der wirtschaftliche Aufwärtstrend in der Stahlindustrie hält an, sagte Giesler. Derzeit liege der mittlere Stahlpreis für die Sorte Breitband um rund 80 Prozent höher als noch vor drei Jahren. Zudem betrage die Kapazitätsauslastung mehr als 90 Prozent.

An der Stelle von mehr Urlaubsgeld sollen sich die Beschäftigten nach dem Willen der Gewerkschaft auch für etwa sechs zusätzliche freie Tage entscheiden können. Dabei müsse es darum gehen, die steigende Belastung der Beschäftigten zu kompensieren, sagte Giesler. Die Stahl-Tarifverhandlungen sollen am 10. Januar in Düsseldorf starten. Die Friedenspflicht läuft Ende Januar aus.

Arbeitgeber schließt die Forderungen vollkommen aus

Der Arbeitgeberverband Stahl reagierte am Mittwoch mit Unverständnis auf die von den IG Metall vorgelegte Forderung. "Es fällt schwer, den Forderungskatalog der IG Metall zu kommentieren, ohne die anstehenden Tarifverhandlungen atmosphärisch zu belasten", erklärte der Verband am Mittwoch. Aus Sicht der Arbeitgeber ist eine Einigung "auch nur in der Nähe der IG-Metall-Forderungen" vollkommen ausgeschlossen. (dpa)

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