Hitze sorgt für günstige Spargelsaison

Essen.   Das warme Wetter im Frühjahr hat eine üppige Spargelernte ermöglicht. Das große Angebot führte auch in NRW zu vergleichsweise niedrigen Preisen des Edelgemüses – gut für die Verbraucher, weniger gut für die Landwirte. Entsprechend ernüchternd fällt die Bilanz eine Woche vor dem offiziellen Saisonende am 24. Juni aus.

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Das warme Wetter im Frühjahr hat eine üppige Spargelernte ermöglicht. Das große Angebot führte auch in NRW zu vergleichsweise niedrigen Preisen des Edelgemüses – gut für die Verbraucher, weniger gut für die Landwirte. Entsprechend ernüchternd fällt die Bilanz eine Woche vor dem offiziellen Saisonende am 24. Juni aus.

„Das ist ein sehr schwieriges Jahr für die Spargelanbauer“, sagt Peter Muß vom Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauern. Einerseits sei der Spargel wegen der hohen Temperaturen sehr schnell gewachsen. Anderseits habe es für das Abernten der großen gleichzeitig reif gewordenen Mengen an Spargel nicht genügend Erntehelfer gegeben, erläutert Muß.

Dass es dieses Jahr keine Kältephase gegeben habe, sei ungewöhnlich, meint Ralf Große, der Spargelanbauberater der Landwirtschaftskammer NRW.

Für die Verbraucher war 2018 dagegen ein sehr günstiges Spargeljahr. So betrug der bundesweite Durchschnittspreis für ein Kilogramm weißen deutschen Spargel in der Woche vor Pfingsten 5,48 Euro – das war bezogen auf eine einzelne Woche der niedrigste Verbraucherpreis der vergangenen vier Jahre, wie Michael Koch von der Agrarmarkt-Informationsgesellschaft in Bonn betonte. Bundesweit rechnen die Spargelbauern dieses Jahr insgesamt mit einer Ernte mindestens auf dem Rekordniveau von 2017, als 127 800 Tonnen von den Feldern geholt wurden. Auch in NRW werden ähnliche Mengen wie im Vorjahr erwartet, obwohl die Saison 2018 zwei Wochen später begonnen hat.

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