Gas

Helium-Krise: Luftballon-Branche in Panik – Läden schließen

Helium-Krise – in vielen Innenstädten werden Luftballons verkauft. Steigen bald die Preise? (Symbolbild)

Helium-Krise – in vielen Innenstädten werden Luftballons verkauft. Steigen bald die Preise? (Symbolbild)

Foto: FMG

Berlin  Luftballons mit Helium sind eine beliebte Party-Deko. Aber: Sie sind bedroht. Denn das Gas wird teurer. Auch Folgen für die Medizin.

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Zu Geburtstagen, Hochzeiten, eigentlich allen feierlichen Anlässen gibt es passende Luftballons. Eine ganze Industrie verdient gutes Geld damit, dass leblose Plastiklappen durch Befüllung mit Luft wahlweise zu Herzen, Zahlen oder „Eiskönigin“ Elsa aufgepustet werden können. Die echten Profis nutzen dafür Helium.

Denn Helium bringt Luftballons zum Schweben und sorgt so für einen besonders beeindruckenden Effekt. Allerdings: Es sieht nicht gut aus für Freunde fliegender Ballons. Die Preise für das Gas steigen derzeit zusehendes. Und bringen damit Problem für die Industrie.

Helium-Krise: US-Kette muss erste Filialen wegen Lieferengpass schließen

In den USA geht das soweit, dass die Kette „Party City“ nun bekanntgab, 45 Filialen zu schließen – es fehlt schlicht am Gas. „Party City“ hat sich auf die Ausstattung von Festen spezialisiert, schwebende Ballons sind dabei ein wichtiges Geschäftsfeld. Auch in Deutschland gibt es, vor allem in großen Einkaufscentern, inzwischen viele vergleichbare Geschäfte.

Dabei liegt es nicht am Gas selbst, das erzeugt werden kann; die Verarbeitungskette ist nicht ideal, die Lagerstätten in den USA sind erschöpft, neue Lieferanten nicht in der Lage, ausreichend heranzuschaffen. Generell ist der Transport herausfordernd, andere Stoffe simpler zu handhaben und einfacher zu beschaffen.

Den Effekt bemerkt „Party City“ nun also auch – und erklärt das den Anlegern in einer Mitteilung. Das Nachrichtenportal „Bloomberg“ berichtet in dem Zusammenhang auch vom Stellenwert des Heliums in der Medizin, wo es in der Forschung eingesetzt wird.

Der US-Konzern „Party City“ unterrichtete die Anleger derweil, man habe eine neue Quelle auftun können, die allerdings erst verzögert liefern könnte. Die Helium-Krise – Probleme gab es übrigens in den vergangenen Jahren immer häufiger – hält also noch etwas an.

Ganz ohne Helium:

Lionel Richie: So klingt der Weltstar auf Helium

Wie Lionel Richie mit der Knappheit umgeht, ist übrigens nicht überliefert – der Sänger hat vor Jahren bei Thomas Gottschalks „Wetten, dass...?“ eindrucksvoll bewiesen, wie Helium die Stimme verändern kann. Sein Welthit „Hello“ klang wohl nie ausgefallener – wie in diesem Video zu sehen.

YT Lionel Richie- Heliumello
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