Der Jobmotor läuft seit zehn Jahren

An Rhein und Ruhr  Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet immer noch deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt, ist die Zahl der hiesigen Stellen im vergangenen Jahr zum zehnten Mal in Folge gestiegen. Zwischen Unna und Wesel gab es 2016 rund 1,67 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Das waren nach einer Auswertung der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr 22 000 Stellen oder 1,6 Prozent mehr als 2015.

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Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Ruhrgebiet immer noch deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt, ist die Zahl der hiesigen Stellen im vergangenen Jahr zum zehnten Mal in Folge gestiegen. Zwischen Unna und Wesel gab es 2016 rund 1,67 Millionen sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Das waren nach einer Auswertung der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr 22 000 Stellen oder 1,6 Prozent mehr als 2015.

Als Jobmotoren haben sich Digitale Kommunikation (+ 3,4 Prozent), Bauen und Wohnen (+ 2,5) und Gesundheitswirtschaft (+ 3,4) erwiesen. Auch wenn Gesundheitsfirmen die Industrie knapp als größten Arbeitgeber im Ruhrgebiet abgelöst haben, sprechen die Erlöse immer noch eine andere Sprache. Während Medizintechnik, Pflege & Co. zuletzt rund 21,5 Milliarden Euro umsetzten, war das industrielle Geschäft rund dreimal so groß: 66,2 Milliarden Euro.

Die Branche rund um Maschinen, Werkstoffe und Materialien wächst sogar: Im vergangenen Jahr siedelten sich im Ruhrgebiet 345 neue Firmen insbesondere im Bereich der Unternehmensnahen Dienstleistungen an. Knapp 5500 Arbeitsplätze sind entstanden.

Von dem Boom der Gesundheits- und Digitalwirtschaft profitiert vor allem Bochum. Die sechs Technologie- und Gründungszentren, die die Stadt rund um die Ruhr-Universität und die sieben Bochumer Hochschulen ins Leben gerufen hat, sind so gut wie voll. „Verwaltung, Forschung und Unternehmen arbeiten hier eng zusammen“, sagt Wirtschaftsförderer Ralf Meyer. „Jetzt müssen wir aber auch einen Klebeeffekt erreichen und die jungen Firmen in der Region halten“, fordert er.

Rasmus C. Beck, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Metropole Ruhr, sagt dem Revier eine weiterhin positive wirtschaftliche Entwicklung voraus, wenn Unternehmen untereinander und in Zusammenarbeit mit der Wissenschaft ihre Innovationskraft erhöhten.

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