Essen. Unruhe bei Thyssenkrupp: Die IG Metall wertet das Vorgehen des Vorstands als gezielte Provokation – und kritisiert die mächtige Krupp-Stiftung.

Thyssenkrupp kommt nicht zur Ruhe. Nach dem Eklat im Aufsichtsrat angesichts einer Vergrößerung des Vorstands gegen den Willen der Arbeitnehmervertreter verschärft die IG Metall den Ton im Streit mit Konzernchef Miguel López und Aufsichtsratschef Siegfried Russwurm. Die Gewerkschaft wertet es als „Kampfansage“ der Konzernführung, dass sie zwei zusätzliche Vorstandsposten ohne Zustimmung der Arbeitnehmerseite im Aufsichtsrat durchgesetzt hat. In einem Schreiben der Gewerkschaft an die Belegschaft heißt es, dieser „Tabubruch“ von Konzernchef López richte an vielen Stellen im Unternehmen Schaden an.